Erneut brannte ein Wahlplakat in Gießen, Jugendliche festgenommen. Polizei sucht Zeugen für Auseinandersetzung mit Schreckschusswaffe und Schlagstöcken.
Wahlplakat angezündet in Gießen

Giessen (ost)
Gießen: Brandstiftung an Wahlplakat – Festnahme
Ein weiteres Wahlplakat in Gießen wurde in Brand gesteckt. Zivilpolizisten der Kriminalpolizei in Gießen bemerkten gestern Morgen um 8.45 Uhr eine verdächtige Person im Schiffenberger Weg. Der vermummte Jugendliche manipulierte an einem Wahlplakat der Partei GIGG. Letztendlich versuchte sie, das Plakat anzuzünden. Die Beamten nahmen die Jugendliche fest. Das Plakat wurde beschädigt, brannte aber nicht vollständig ab. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die 15-Jährige ihren Eltern übergeben. Es wird untersucht, ob die Festgenommene auch für weitere ähnliche Sachbeschädigungen in der Licher Straße verantwortlich ist und ob eine politische Motivation vorliegt.
Gießen: Streit mit Schreckschusswaffe und Schlagstöcken – Zeugen gesucht
Mehrere Zeugen meldeten gestern Abend über den Notruf eine Auseinandersetzung im Bereich des Einkaufszentrums in der Neustadt. Bei der Auseinandersetzung zwischen etwa sechs Personen gegen 21.45 Uhr sollen Schlagstöcke und eine Schreckschusswaffe verwendet worden sein. Zeugen berichteten von mehreren hörbaren Schüssen. Mehrere Streifenwagen fuhren sofort in die Gegend. Die Beteiligten flohen bereits vor deren Ankunft in Richtung des Hintereingangs. Vor Ort wurden drei verletzte Personen gefunden, die vom Rettungsdienst versorgt wurden. Ersten Ermittlungen zufolge könnte ein Streit zwischen den Beteiligten am Vortag der Auslöser für die Auseinandersetzung gewesen sein. Die Hintergründe werden weiter untersucht.
Die Person, die geschossen haben soll, trug einen schwarzen Pullover und eine schwarze Hose. Ein Polizeihund führte die Beamten zu Patronenhülsen einer Schreckschusswaffe. Nach Zeugenhinweisen fanden die Einsatzkräfte in der Nähe eine Softairwaffe. Diese passt jedoch nicht zu den gefundenen Hülsen. Die Waffe wurde sichergestellt. Es wird vermutet, dass eine weitere Schreckschusswaffe verwendet wurde, die bisher nicht gefunden werden konnte.
Die Ermittler bitten um Hinweise: Wer hat die Auseinandersetzung beobachtet? Gibt es Fotos oder Videos des Vorfalls? Wer kann Informationen zum Verbleib der Waffe und zur Person, die geschossen haben soll, geben?
Die Ermittler suchen Zeugen und bitten um Hinweise an die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0641/7006-6555.
Pierre Gath, Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023
Die Mordraten in der Region Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 224 auf 216. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich von 308 auf 267. Davon waren 283 männlich, 25 weiblich und 147 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 243 | 229 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 224 | 216 |
| Anzahl der Verdächtigen | 308 | 267 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 283 | 237 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 25 | 30 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 147 | 130 |
Quelle: Bundeskriminalamt








