Zwei Tatverdächtige identifiziert und festgenommen. Ermittlungserfolg nach Überfall am 16. Juni 2025. Dritter Täter noch gesucht.
Warburg: Schwerer Raub auf Spielothek in Wolfhagen

Kassel (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung von der Staatsanwaltschaft Kassel und dem Polizeipräsidium Nordhessen
(Bitte beachten Sie auch die Pressemitteilung zum Überfall, die unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6056584 veröffentlicht wurde).
Wolfhagen (Landkreis Kassel):
Nach einem schweren Raubüberfall auf eine Spielothek in Wolfhagen haben die Ermittler des Kommissariats 35 der Kasseler Kripo und der Staatsanwaltschaft Kassel einen Erfolg bei den Ermittlungen erzielt. Nach umfangreichen Untersuchungen und operativen Maßnahmen konnten inzwischen zwei der drei Täter identifiziert und festgenommen werden: An erster Stelle geriet ein 44-jähriger Mann aus dem Landkreis Kassel kurz nach dem Überfall am 16. Juni 2025 in Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Nach seiner Festnahme erhärtete sich der Verdacht, dass er die beiden Täter mit einem Auto zur Spielhalle gebracht und danach mit diesem Fluchtfahrzeug weggefahren hatte. Schließlich geriet ein 53-jähriger Mann aus Warburg in den Fokus der Ermittlungen, der nun dringend verdächtigt wird, den Mitarbeiter mit einem Bajonett bedroht und an einen Stuhl gefesselt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Kassel erwirkte daraufhin einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 53-jährigen Mannes, der am gestrigen Mittwoch vollstreckt wurde. Gleichzeitig wurde der Tatverdächtige von der Polizei Höxter an seiner Wohnadresse festgenommen. Bei der Durchsuchung konnten die Beamten Beweismittel sicherstellen, darunter auch die Kleidung, die mutmaßlich beim Raubüberfall getragen wurde. Der 53-jährige Tatverdächtige soll heute einem Haftrichter vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet. Der 44-jährige Mann wurde nach seiner Festnahme hingegen freigelassen, da keine Haftgründe gegen ihn vorlagen. Die Ermittlungen zum dritten Täter dauern derzeit noch an.
Der Raub in der Bahnhofstraße fand am Montagmorgen, dem 16. Juni, gegen 3:40 Uhr statt. Zu dieser Zeit bedrohten zwei maskierte Täter den allein anwesenden Mitarbeiter mit einem Bajonett und fesselten ihn an einen Stuhl. Danach versuchten sie vergeblich, mehrere Spielautomaten aufzubrechen. Mit einem kleinen Möbeltresor, in dem sich nur etwa 100 Euro befanden, flüchteten die beiden Täter und stiegen in das vor dem Gebäude wartende Auto, das vom dritten Komplizen gefahren wurde. Der Mitarbeiter konnte sich befreien und die Polizei alarmieren.
Ulrike Schaake, Pressesprecherin Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561-910 1020
Andreas Thöne, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. 0561-912 2653
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 2871 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 3217 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1785 im Jahr 2022 auf 1850 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2173 im Jahr 2022 auf 2263 im Jahr 2023. Davon waren 1974 männliche Verdächtige und 199 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1077 im Jahr 2022 auf 1179 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Raubüberfälle in Deutschland verzeichnet – 12625 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 2.871 | 3.217 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.785 | 1.850 |
| Anzahl der Verdächtigen | 2.173 | 2.263 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.974 | 2.046 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 199 | 217 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.077 | 1.179 |
Quelle: Bundeskriminalamt








