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Warnung vor Geldautomatenmanipulation im Kreis Groß-Gerau

Kripo sensibilisiert und warnt vor aktueller Masche. Ermittler geben Präventionshinweise zur Vermeidung finanziellen Schadens.

Foto: Depositphotos

Kreis Groß-Gerau (ost)

Nach den letzten Vorfällen im Kreisgebiet, bei denen Geldautomaten von Unbekannten manipuliert wurden und Personen finanziellen Schaden erlitten, möchten die Ermittler vom Rüsselsheimer Kommissariat 21/22 dies zum Anlass nehmen, um zu sensibilisieren und Präventionshinweise zu geben.

In den vergangenen Wochen wurden der Polizei mehrere Fälle gemeldet, bei denen die Täter laut bisherigen Erkenntnissen den Schlitz für die Karteneingabe an einem Geldautomaten mit einer unauffälligen Vorrichtung manipulierten. Sobald ein Kunde seine Karte einführt, wird sie nach dem Vorgang nicht korrekt zurückgegeben, sondern bleibt scheinbar im Automaten stecken.

Der Kunde geht oft davon aus, dass der Automat kaputt ist. Die Täter versuchen dann, an die PIN zu gelangen – zum Beispiel durch Beobachtung, eine versteckte Kamera oder andere Methoden des Ausspähens. Nachdem der Kunde den Automaten verlassen hat, entfernen die Täter die Vorrichtung und nehmen die festgehaltene Karte heraus. Mit Karte und PIN können sie dann unbefugt auf das Konto zugreifen.

Aufgrund der aktuellen Vorfälle geben die Ermittler folgende Empfehlungen:

Verwenden Sie keinen Geldautomaten, an dem Ihnen etwas verdächtig erscheint, z.B. angebrachte Leisten oder Verkleidungen, abstehende und lose Teile, Kleberreste um den Kartenschlitz. Wenn Sie eine Manipulation vermuten, sollten Sie den Automaten nicht benutzen und die Polizei informieren.

Achten Sie darauf, dass Ihre PIN-Eingabe nicht von anderen beobachtet werden kann. Halten Sie genügend Abstand zum nächsten Kunden. Bedecken Sie während der PIN-Eingabe das Tastenfeld mit der anderen Hand oder einem Gegenstand (z.B. Geldbörse, Blatt Papier) als Sichtschutz vollständig. Dadurch wird das „Ausspähen“ durch eine Kamera oder ein Handy erheblich erschwert.

Verlassen Sie auf jeden Fall nicht den Automaten, wenn Ihre Karte eingezogen wird. Lassen Sie sich nicht von einem angeblich hilfsbereiten Fremden vom Automaten wegführen. Bitten Sie einen anderen Kunden, einen Bankmitarbeiter zu holen. Bei Automaten außerhalb von Banken rufen Sie gegebenenfalls mit dem Handy bei der Bank an. Informieren Sie außerhalb der Öffnungszeiten von Banken und Kreditinstituten die Polizei.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023

Die Rate der Cyberkriminalität in Hessen stieg zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 im Jahr 2022 auf 4224 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2653 im Jahr 2022 auf 2828 im Jahr 2023. Darunter waren 1806 männliche Verdächtige, 847 weibliche Verdächtige und 851 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von 22125 registrierten Fällen von Cyberkriminalität.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.798 10.106
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.961 4.224
Anzahl der Verdächtigen 2.653 2.828
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.806 1.918
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 847 910
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 851 915

Quelle: Bundeskriminalamt

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