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Wechsel in der Leitung der Kriminaldirektion des Polizeipräsidiums Osthessen

Kerstin Kalinka übernimmt von Kathi Klemann. Neue Herausforderungen und Ziele für die Kriminaldirektorin in den osthessischen Landkreisen.

Von links nach rechts: Kriminaldirektorin Kerstin Kalinka, Abteilungsdirektor Dirk Stippich
Foto: Presseportal.de

Osthessen (ost)

Osthessen. Es gibt einen Wechsel an der Spitze der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Osthessen: Kriminaldirektorin Kerstin Kalinka hat die Leitung der Direktion übernommen und ist nun für die derzeit etwa 230 Mitarbeiter verantwortlich.

Sie tritt die Nachfolge von Kriminaldirektorin Kathi Klemann an, die seit Juni 2025 die Leitung innehatte. Für Kalinka beginnt mit der neuen Position ein neuer Abschnitt in ihrer polizeilichen Karriere. In den ersten Tagen liegt der Schwerpunkt für die neue Leiterin vor allem auf dem persönlichen Austausch mit ihrem Team und dem Einblick in die verschiedenen örtlichen Zuständigkeiten der Kriminaldirektion in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und im Vogelsbergkreis.

“Ich möchte mit meinen Kollegen das Bewährte fortsetzen und gleichzeitig offen für neue Wege sein. Die Herausforderungen bei der Bekämpfung von Kriminalität ändern sich ständig – als Polizei müssen wir flexibel, professionell und konsequent reagieren. Gerade die zunehmende Digitalisierung wirft neue Aufgaben auf. Straftaten im Internet nehmen einen immer größeren Raum ein, digitale Spuren und moderne Technologien werden für unsere Ermittlungsarbeit immer wichtiger. Es ist mir wichtig, bei meiner Arbeit die Sicherheit aller Menschen in unserer Region im Auge zu behalten. Dazu gehört auch der Schutz von Menschen, die in bestimmten Situationen oder Deliktsfeldern besonders schutzbedürftig sind – darunter Kinder und Frauen. Entwicklungen im digitalen Bereich wie Cyber-Grooming, Cyber-Mobbing sowie Hass und Hetze stellen ebenso Herausforderungen dar wie Straftaten, die unmittelbar in die persönliche Lebenssphäre eingreifen. Für mich ist es entscheidend, gemeinsam mit meinen Kollegen die aktuellen Entwicklungen aufmerksam zu beobachten und angemessen darauf zu reagieren. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und darauf, die vielfältigen Herausforderungen der Kriminalitätsbekämpfung in den drei osthessischen Landkreisen weiter voranzutreiben”, sagt Kalinka.

Mit ihrem Amtsantritt übernimmt Kalinka eine Direktion, die bei der kriminalpolizeilichen Arbeit in den drei osthessischen Landkreisen eine zentrale Rolle spielt. Gemeinsam mit ihrem Team, aber auch mit den Netzwerkpartnern und Behörden soll die Bekämpfung von Straftaten weiterentwickelt und an die aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Dabei steht der Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie ihr Vertrauen in eine verlässliche und bürgernahe Polizei im Mittelpunkt.

Auch für ihre Vorgängerin Kathi Klemann steht eine Veränderung an: Nach ihrer Zeit an der Spitze der Kriminaldirektion wird sie das Polizeipräsidium Osthessen verlassen und eine neue Führungsaufgabe im Polizeipräsidium Frankfurt a. M. übernehmen.

Dirk Stippich, Leiter der Abteilung Einsatz und Abwesenheitsvertreter der Behördenleitung, dankte Kathi Klemann für ihre Arbeit und das vertrauensvolle Zusammenwirken. Gleichzeitig hieß er Kerstin Kalinka in ihrer neuen Funktion willkommen und wünschte ihr viel Erfolg bei den anstehenden Aufgaben und stets ein gutes Gespür bei ihren Entscheidungen.

Über Kerstin Kalinka

Im Jahr 1998 begann Frau Kalinka ihr Studium im gehobenen Dienst bei der Hessischen Bereitschaftspolizei und war anschließend als Einsatzbeamtin tätig. 2002 wechselte sie nach Südosthessen zur Polizeistation Heusenstamm, wo sie drei Jahre als Streifenbeamtin arbeitete. Es folgten ab 2005 verschiedene Verwendungen und Abordnungen in der Kriminaldirektion des Polizeipräsidiums Südosthessen sowie beim Hessischen Landeskriminalamt. Von 2013 bis 2015 schloss die gebürtige Frankfurterin ihr Studium für den höheren Dienst ab. Nach erfolgreichem Abschluss und einer kurzen Zeit beim Hessischen Landeskriminalamt sowie einer Abordnung zum Landespolizeipräsidium leitete Kalinka von 2016 bis 2022 das Mobile Einsatzkommando im Polizeipräsidium Frankfurt a. M., wo sie von November 2022 bis 2025 auch den Stabsbereich E1 leitete. Bevor sie zum Polizeipräsidium Osthessen versetzt wurde, war Kalinka Leiterin der Direktion Flughafen Frankfurt a. M.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Hessen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 9798 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 10106 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3961 auf 4224. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2653 im Jahr 2022 auf 2828 im Jahr 2023. Die Anzahl der männlichen Verdächtigen stieg von 1806 auf 1918, während die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 847 auf 910 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 851 auf 915. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 9.798 10.106
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.961 4.224
Anzahl der Verdächtigen 2.653 2.828
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.806 1.918
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 847 910
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 851 915

Quelle: Bundeskriminalamt

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