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Wesertor: Geldabholungen durch Schockanrufe in russischer Sprache

Betagte Senioren werden um hohe Geldbeträge gebracht, indem sie glauben, ihre Familienmitglieder seien in Haftgefahr.

Foto: Depositphotos

Kassel (ost)

Kassel-Wesertor und -Wolfsanger/Hasenhecke:

Offenbar hatten Betrüger gestern in Kassel russischsprachige Senioren im Visier und konnten mit der perfiden Methode der Schockanrufe mehrere zehntausend Euro erbeuten. In russischer Sprache informierten sie die beiden betagten Opfer, dass ihre Tochter bzw. Enkelin in einen Verkehrsunfall verwickelt war und ein Kind schwer verletzt wurde. Um zu verhindern, dass ihre Familienmitglieder sofort ins Gefängnis müssen, wurde hohe Geldbeträge als Kaution gefordert. Unter großem Druck und in großer Sorge übergaben die Senioren schließlich das Geld an ihrer Haustür. Die Ermittler der EG SÄM der Kasseler Kriminalpolizei suchen nun nach Zeugen, die Hinweise auf die unbekannten Geldabholer geben können und geben Tipps, wie man sich vor Telefonbetrug schützen kann.

Erste Geldabholung im Stadtteil Wesertor:

Am gestrigen Mittwoch klingelte das Telefon einer älteren Frau im Stadtteil Wesertor gegen 09:45 Uhr. Über anderthalb Stunden lang erzählten die Täter ihrem schockierten Opfer eine erfundene Geschichte über ihre Enkelin, die angeblich im Gefängnis war. Das Geld wurde dann gegen 11 Uhr in einem Wohngebiet zwischen der Weserspitze und der Fulda abgeholt. Der vermeintliche Polizist, der das Geld entgegennahm und dann floh, soll schwarze Haare und einen dunklen Vollbart gehabt haben.

Zweite Geldabholung im Stadtteil Wolfsanger/Hasenhecke:

Gegen 20 Uhr fand die zweite Geldabholung in einem Wohngebiet im Stadtteil Wolfsanger/Hasenhecke, zwischen dem Grenzweg und dem Höheweg, statt. Ein Rentner packte das Geld für seine Tochter in eine dunkelgrüne Sporttasche und übergab es an einen Mann, der sich an der Wohnungstür als Polizeibeamter ausgab. Das Opfer beschrieb ihn als etwa 50 Jahre alt, 1,70 Meter groß und mit Drei-Tage-Bart. Er sprach akzentfrei Deutsch und trug dunkle Kleidung, einen grauen Mantel und eine Kopfbedeckung.

Zeugen gesucht:

Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen konnten die Geldabholer in beiden Fällen nicht gefasst werden. Personen, die Informationen zu den beschriebenen Männern haben oder verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe der Tatorte gesehen haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 zu melden.

Um sich vor Telefonbetrug zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Hessen für 2022/2023

Die Mordraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 243 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 229 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ist ebenfalls gesunken, von 224 im Jahr 2022 auf 216 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ist ebenfalls gesunken, von 308 im Jahr 2022 auf 267 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 283 männlich, 25 weiblich und 147 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 243 229
Anzahl der aufgeklärten Fälle 224 216
Anzahl der Verdächtigen 308 267
Anzahl der männlichen Verdächtigen 283 237
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 25 30
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 147 130

Quelle: Bundeskriminalamt

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