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Wettenberg: Trickdiebe in Gießen

Angebliche Wasserwerke-Mitarbeiter stehlen Bargeld aus Wohnung, Polizei warnt vor verschiedenen Maschen

Foto: Depositphotos

Giessen (ost)

Gießen: Warnung der Polizei vor Trickdieben, die in eine Wohnung gelangen

Am Freitagmittag (6.3.) sprachen angebliche Mitarbeiter der Wasserwerke an der Tür einer älteren Dame in der Weststadt vor. Sie gaben vor, dringend in die Wohnung zu müssen. Die Dame ließ sie schließlich herein, während einer der Diebe sie ablenkte, gelang es dem anderen, die Wohnung nach Wertgegenständen zu durchsuchen. Kurz darauf verschwanden die beiden. Es stellte sich heraus, dass sie Bargeld aus der Wohnung gestohlen hatten.

Trickdiebe sind oft sehr geschickt. Sie versuchen auf verschiedene Weisen Beute zu machen. Die Täter täuschen ihre Opfer, um Zugang zur Wohnung zu bekommen und zu stehlen. Alle bekannten Methoden der Täter lassen sich auf drei Grundmuster zurückführen:

Beim Trickdiebstahl an der Haustür werden verschiedene Maschen angewendet, z.B.:

Der Glas Wasser-Trick:

Täterinnen täuschen eine Schwangerschaft vor, Täter simulieren Übelkeit oder die Notwendigkeit, Medikamente einzunehmen, und bitten um ein Glas Wasser. Der Papier- und Bleistift-Trick: Täter wollen angeblich eine Nachricht für nicht angetroffene Nachbarn hinterlassen. Dazu fragen sie nach Schreibzeug und Papier und drängen darauf, in der Wohnung zu schreiben oder bitten das Opfer, die Nachricht selbst zu verfassen. Der Blumen- oder Geschenkabgabe-Trick: Täter wollen angeblich Blumen oder Geschenke für nicht angetroffene Nachbarn abgeben. Dabei drängen sie darauf, die Blumen zu pflegen oder das Geschenk selbst aufzubewahren.

Weitere vorgetäuschte Notlagen werden verwendet, um Zugang zu erhalten

Hinweis: Trickdiebe sind erfinderisch und schauspielerisch begabt. Sie denken sich immer neue Tricks aus, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Um es ihnen schwer zu machen und selbst nicht zum Opfer zu werden, rät die Polizei:

Fernwald: Einbrecher beim Einbruchsversuch überrascht

In Steinbach bemerkte eine Bewohnerin am frühen Samstag (7.2.) verdächtige Geräusche an einem ihrer Fenster. Als sie nachschaute, sah sie einen unbekannten Mann, der offensichtlich versuchte, in die Wohnung einzudringen. Als der Einbrecher die Frau bemerkte, flüchtete er sofort. Er wurde als 185-190 cm groß und schwarz gekleidet beschrieben. Der Einbruchsversuch ereignete sich um 2.25 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Am Hellerrain.

Die Ermittler suchen Zeugen und bitten um Hinweise an die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0641/7006-6555.

Wettenberg: Brandstiftung auf Schultoilette

An der Gesamtschule in Launsbach gab es am Samstag (7.2.) einen kleinen Brand. Das Feuer breitete sich zum Glück nicht aus und niemand wurde verletzt. Zwischen 13.30 Uhr und 13.55 Uhr zündete ein Unbekannter Toilettenpapier und einen Mülleimer in einer Toilette in der Sporthalle der Schule an. Zu dieser Zeit fand ein Fußballturnier in der Halle statt. Der entstandene Schaden beträgt etwa 500 Euro.

Die Ermittler bitten um Hinweise zum Täter an die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0641/7006-6555.

Gießen: Taschendiebstahl während Laufveranstaltung

Während einer Laufveranstaltung in der Wiesecker Philosophenstraße durchsuchte ein Unbekannter die Taschen der Teilnehmer und Zuschauer entlang der Laufstrecke. Dabei stahl er die Geldbörse einer Frau. Ein Passant bemerkte dies und konnte den Dieb kurzzeitig stoppen. Die Besitzerin der Geldbörse konnte ihr Portemonnaie zurückbekommen.

Der Dieb konnte flüchten. Er wird auf etwa 30 Jahre geschätzt, eher klein und schlank. Er hat einen etwas dunkleren Teint, dunkle Haare und trug eine schwarze Baseballkappe, eine schwarz-beige Jacke, blaue Jeans und weiße Turnschuhe. Ein weiterer Fall von versuchtem Diebstahl durch denselben Dieb ist der Polizei bekannt. Es ist möglich, dass weitere Personen bestohlen wurden.

Die Ermittler bitten um Hinweise: Wer hat den Dieb gesehen? Gibt es weitere Betroffene?

Zeugenhinweise nimmt die Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755 entgegen.

Pierre Gath, Pressesprecher

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 5206 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 723 auf 840. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 598 relativ konstant, wobei die Mehrheit männliche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland mit 27061 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.275 5.206
Anzahl der aufgeklärten Fälle 723 840
Anzahl der Verdächtigen 569 598
Anzahl der männlichen Verdächtigen 498 511
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 71 87
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 275 270

Quelle: Bundeskriminalamt

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