Eine abgewandelte Form des Schockanrufs hat am Donnerstag eine Seniorin um ihren Schmuck und Bargeld gebracht. Die Rentnerin offenbarte sich mutig der Polizei, um andere vor ähnlichen Betrügereien zu warnen.
Wicker: Schockanruf bringt Rentnerin um Schmuck & Bargeld

Hofheim (ost)
1. Abgewandelter Schockanruf bringt Rentnerin um Schmuck & Bargeld, Hofheim, Donnerstag, 11.07.2024
(da)Eine abgewandelte Form des Schockanrufs hat am Donnerstag eine Seniorin um ihren Schmuck und Bargeld gebracht. Meist rufen Betrüger als falsche Polizeibeamte oder Staatsanwälte an, um ihre Opfer mit einem vorgetäuschten tödlichen Verkehrsunfall aus der Fassung zu bringen und unter Druck zu setzen. Wie vielfältig ihre Maschen aber sind, zeigte sich am Donnerstagabend. So rief ein Betrüger eine Rentnerin aus Hofheim an und gab sich als ihr Sohn aus. Er sei im Krankenhaus falsch behandelt worden und benötige nun dringend ein amerikanisches Medikament. Dieses würde jedoch mehrere tausend Euro kosten, weshalb er auf die Hilfsbereitschaft seiner Mutter angewiesen sei. Er selbst sei gesundheitlich nicht in der Lage, vorbeizukommen, aber eine Angestellte des Krankenhauses würde sich der Sache annehmen. Natürlich wollte die Rentnerin helfen. Da sie aber nicht genug Bargeld zu Hause hatte, packte sie darüber hinaus ihren Goldschmuck zusammen. Auch diesen nahm die (falsche) Klinikmitarbeiterin dankend an, als sie vor ihrer Haustür erschien. Insgesamt entstand der Hofheimerin ein Schaden von 8.000 Euro. Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Main-Taunus hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese dauern an. Die Rentnerin hatte sich, als ihr die Erkenntnis kam, dass sie Betrügern aufgesessen war, zu einem sehr mutigen Schritt entschlossen: Sie offenbarte sich der Polizei. Ein Schritt, den viele Opfer nicht wagen. Zu groß ist die Scham, auf einen solchen Betrug hereingefallen zu sein. Doch diese Scham hilft nur einem: den Betrügern. Umso wichtiger ist es, mit seinen Angehörigen über solche Betrügereien zu sprechen. Denn der Schockanruf ist eine Masche, die sich gezielt an ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger richtet. Diese „Zielgruppe“ informiert sich möglicherweise nicht regelmäßig über derartige Delikte und ist dann im schlimmsten Fall überfordert, wenn sich die Betrüger als vermeintliche Polizei am Telefon melden und durch ihr geschultes und hochprofessionelles Auftreten gezielt die Ängste und Sorgen ihrer Opfer ausnutzen. Oft ist gerade bei dieser Bevölkerungsgruppe auch der Wunsch besonders groß, ihren Kindern oder Enkelkindern zu helfen. Deshalb bittet die Polizei: Überlegen Sie, wer in Ihrem Bekanntenkreis noch nicht von dieser Betrugsmasche gehört haben könnte und sprechen Sie diese gezielt darauf an. Nur so lässt sich dem Treiben ein Riegel vorschieben.
2. Einbrecher nehmen Pizzeria ins Visier, Eschborn, Am Sportfeld, Mittwoch, 10.07.2024, 23:00 Uhr bis Donnerstag, 11.07.2024, 11:10 Uhr
(fh)In der Nacht zum Donnerstag machten sich Einbrecher an einer Eschborner Pizzeria zu schaffen. Zwischen 23:00 Uhr und 11:10 Uhr näherten sich die Unbekannten dem Grundstück in der Straße „Am Sportfeld“ und kletterten über einen Zaun. Anschließend suchten sie den Wintergarten der Pizzeria auf und beschädigten eine Tür, um so die Innenräume zu betreten. Aktuell ist noch unklar, ob die Täter fündig wurden. Die Kriminalpolizei in Sulzbach ermittelt und nimmt Hinweise unter der Telefonnummer (06196) 2073-0 entgegen.
3. Zwei Einbrüche in Flörsheim,
Flörsheim, Bürgermeister-Lauck-Straße, Flörsheim-Wicker, Weingartenstraße, Mittwoch, 10.07.2024 bis Freitag, 12.07.2024
(fh)In Flörsheim und im Stadtteil Wicker waren seit Mittwoch Einbrecher aktiv. Sowohl in der Bürgermeister-Lauck-Straße als auch in der Weingartenstraße kam es zu Einbrüchen in eine Wohnung und ein Einfamilienhaus. In beiden Fällen gingen die Einbrecher äußerst rabiat vor und brachen eine Tür bzw. ein Fenster auf. Angaben zum genauen Diebesgut können bislang noch nicht gemacht werden.
Die Kriminalpolizei bittet Zeuginnen oder Zeugen, denen in den vergangenen Tagen rund um die Tatorte etwas Verdächtiges aufgefallen ist, sich unter der Telefonnummer (06196) 2073-0 zu melden.
4. Audi gestohlen und in Sachsen sichergestellt, Sulzbach, Rödelheimer Weg, Mittwoch, 10.07.2024, 18:30 Uhr bis Donnerstag, 11.07.2024, 08:20 Uhr
(wie)Ein am Mittwochabend in Sulzbach gestohlener Audi konnte von der sächsischen Polizei am Donnerstagmorgen bei Dresden gestoppt und sichergestellt werden. Unbekannte Bandentäter hatten den Audi A6 von einem Grundstück im Rödelheimer Weg entwendet und waren damit davongefahren. Am Donnerstagmorgen wollte eine Streife den Wagen auf der A 4 bei Dresden kontrollieren. Der Fahrer versuchte zu fliehen, konnte aber gestoppt werden. Hierbei wurden ein Polizist und der unbekannte Fahrer des gestohlenen Audi verletzt sowie das Fahrzeug und ein Streifenwagen beschädigt. Die sächsische Polizei stellte den Audi sicher und nahm den Fahrer fest. Dieser gibt bisher seine Identität nicht preis. Weitere Maßnahmen sowie eine Vorführung bei einem Haftrichter sind in Dresden in Arbeit.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Hessen für 2021/2022
Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 3858 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 4275 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging jedoch von 810 im Jahr 2021 auf 723 im Jahr 2022 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank ebenfalls von 637 auf 569. Davon waren 498 männlich und 71 weiblich, wobei 275 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 mit 23528 Fällen die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 3.858 | 4.275 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 810 | 723 |
| Anzahl der Verdächtigen | 637 | 569 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 571 | 498 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 66 | 71 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 266 | 275 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Autodiebstählen in Hessen für 2021/2022
Die Autodiebstahlraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 an, wobei im Jahr 2021 895 Fälle und im Jahr 2022 1075 Fälle registriert wurden. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 413 im Jahr 2021 auf 506 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 446 relativ konstant, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 393 auf 414 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 42 auf 32 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 168 im Jahr 2021 auf 183 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 mit 5864 Fällen die höchste Anzahl an Autodiebstählen in Deutschland.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 895 | 1.075 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 413 | 506 |
| Anzahl der Verdächtigen | 435 | 446 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 393 | 414 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 42 | 32 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 168 | 183 |
Quelle: Bundeskriminalamt








