Im Rahmen des 21. Biebricher Höfefests stand das 175-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr im Mittelpunkt. Einsatzkräfte präsentierten sich und boten Gelegenheiten zum persönlichen Austausch.
Wiesbaden-Biebrich: Respekt für Einsatzkräfte beim Biebricher Höfefest 2026

Wiesbaden (ost)
Wiesbaden-Biebrich, 30. Mai 2026
(fh)Im Rahmen des 21. Biebricher Höfefests kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher zusammen, um gemeinsam zu feiern und das vielfältige Engagement im Stadtteil zu erleben. Neben Musik, kulinarischen Angeboten und verschiedenen Aktionen stand auch das 175-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Biebrich im Mittelpunkt der Veranstaltung. Gemeinsam mit Vertretern der Polizei und Deutschem Roten Kreuz präsentierte sich die Wehr den Besucherinnen und Besuchern und bot neben einer Fahrzeugausstellung, Kinderprogrammen und Live-Musik unter anderem Gelegenheiten zum persönlichen Austausch mit den Einsatzkräften. Unter dem Motto „Respekt zeigen – Respekt erfahren: Begegnungen mit der Blaulichtfamilie“ nutzten Einsatzkräfte die Gelegenheit zum direkten Dialog mit der Bevölkerung. Ziel der Initiative ist es, Verständnis für die Herausforderungen der Tätigkeiten von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und die Wertevermittlung im Umgang mit Einsatzkräften zu stärken. Von Seiten der Polizei waren die Leiterin des 5. Polizeireviers, Petra Werner sowie der zuständige Schutzmann vor Ort Patrick Brzosa, Kollegen der polizeilichen Präventionsarbeit mit ihrem Konzept „Cops im Dialog“ sowie Kolleginnen und Kollegen der polizeilichen Öffentlichkeitsarbeit zugegen. Sie führten gemeinsam mit den weiteren Vertreterinnen und Vertretern der „Blaulichtfamilie“ zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, beantworteten Fragen, gaben Einblicke in die Arbeit der Polizei und händigten Schutzschleifen aus – ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und des gegenseitigen Respekts gegenüber Einsatzkräften. „Wir treten gerne mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog, um in Gesprächen auf Augenhöhe die Verbindung zur Bevölkerung zu stärken und schaffen damit eine Grundlage für ein gutes Miteinander. Dies fördert den respektvollen Umgang und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betonte Petra Werner und verdeutlichte damit die Wichtigkeit der Veranstaltung.
Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen wird durch die aktuellen Zahlen unterstrichen: Im Jahr 2025 wurden in Hessen insgesamt 5.507 Einsatzkräfte Opfer von Gewalt, darunter 5.303 Polizeivollzugsbeamte, 181 Rettungsdienstkräfte und 23 Feuerwehrleute – ein neuer Höchststand.
Die Landesregierung hat bereits 2024 ein Respekt-Paket geschnürt, das verschiedene Maßnahmen umfasst, um Einsatzkräfte besser zu schützen und das Bewusstsein in der Bevölkerung zu fördern. Dazu gehören gezielte Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen, die Förderung von Dialogformaten mit Bürgerinnen und Bürgern sowie gesetzgeberische Initiativen, die den Strafrahmen bei Übergriffen auf Einsatzkräfte verschärfen. Die Bundesregierung unterstützt diese Initiative und will das Mindeststrafmaß bei tätlichen Angriffen auf Einsatzkräfte von drei auf sechs Monate erhöhen.
Das Biebricher Höfefest setzte damit nicht nur ein Zeichen für gelebte Nachbarschaft und ehrenamtliches Engagement, sondern auch für Respekt, Zusammenhalt und die Wertschätzung der Menschen, die täglich für die Sicherheit der Gesellschaft im Einsatz sind.
Quelle: Presseportal








