Über 500 Kilogramm Kokain geschmuggelt. Drei Tatverdächtige verhaftet und in Untersuchungshaft genommen.
Wiesbaden: Drei Festnahmen am Flughafen Frankfurt am Main

Wiesbaden (ost)
Gemeinsame Bekanntmachung vom Zollfahndungsamt Frankfurt am Main und dem Hessischen Landeskriminalamt vom 08.10.2026
Am vergangenen Donnerstag, den 01.10.2026, wurden drei Männer am Flughafen Frankfurt von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Hessen (GER) festgenommen.
Als sie insgesamt 22 Kilogramm Kokain illegal einschmuggeln wollten, wurden die Verdächtigen im Alter von 17 bis 38 von den Ermittlern des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main und des Hessischen Landeskriminalamts verhaftet.
Im Rahmen der verdeckten Ermittlungen seit Juli 2026 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden wurde der Schmuggel von Kokain in Koffern und Kartons festgestellt und die drei Verdächtigen identifiziert. Der Tätergruppierung wird vorgeworfen, mindestens 590 Kilogramm Kokain eingeführt und unerlaubt gehandelt zu haben. Ende August wurde bereits eine Kurierin festgenommen, die 130 kg Kokain übernommen hatte.
Neben den Kräften der GER Hessen waren auch Spezialeinheiten des Hessischen Landeskriminalamts und des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main an den Maßnahmen beteiligt. Verschiedene Einheiten des Zollfahndungsamts, des Hauptzollamts Frankfurt am Main und des Hessischen Landeskriminalamts unterstützten bei den Folgemaßnahmen.
Die drei Männer wurden dem Haftrichter beim Amtsgericht Wiesbaden vorgeführt, der in allen Fällen die Untersuchungshaft anordnete.
Zusätzliche Informationen:
Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Hessen wurde im Jahr 2012 als Kooperation zwischen Ermittlern des Hessischen Landeskriminalamtes und des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main gegründet. Das Ziel der GER Hessen ist die Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität in Hessen und über die Grenzen hinaus. Als Expertenstelle führt die GER Hessen umfangreiche Ermittlungsverfahren im Bereich der schweren und organisierten Kriminalität mit Schwerpunkt auf Rauschgiftdelikten durch.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Hessen für 2022/2023
Die Drogenraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 24.363 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wobei 22.378 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 19.168, wovon 17.079 männlich und 2.089 weiblich waren. 6.494 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 26.518, wobei 23.101 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 19.133 nahezu konstant, wobei 17.106 männlich und 2.027 weiblich waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 7.004. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 24.363 | 26.518 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 22.378 | 23.101 |
| Anzahl der Verdächtigen | 19.168 | 19.133 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 17.079 | 17.106 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2.089 | 2.027 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6.494 | 7.004 |
Quelle: Bundeskriminalamt








