Am Montagabend erbeuteten Betrüger Bargeld von einer Seniorin in Wiesbaden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Wiesbaden: Falsche Polizeibeamte erbeuten Bargeld

Wiesbaden (ost)
Falsche Beamte der Polizei haben Bargeld erbeutet,
Wiesbaden-Rheingauviertel, Schiersteiner Straße, Montag, 21.09.2026, 23:30 Uhr
(kq)Am Montagabend haben falsche Polizeibeamte in der Schiersteiner Straße Bargeld von einer älteren Frau erbeutet.
Die betroffene Frau wurde zunächst über ihr Festnetztelefon kontaktiert und unter Druck gesetzt, indem ihr ein angeblicher Kredit vorgegaukelt wurde. Später wurde sie über den Messengerdienst Telegram an einen vermeintlichen Mitarbeiter der Bundesbank verwiesen. Dieser gab vor, dass die Polizei ihr Bargeld in Verwahrung nehmen müsse, um eine Durchsuchung zu vermeiden.
Gegen 23:30 Uhr tauchten zwei Männer vor der Adresse der Frau auf, gaben sich als Polizeibeamte aus und nahmen das Bargeld entgegen. Danach entfernten sie sich zu Fuß in eine unbekannte Richtung.
Einer der Männer wurde als ungefähr 18 bis 22 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß beschrieben. Er hatte kurze, gepflegte dunkle Haare, war glatt rasiert und trug eine braune Jacke. Außerdem sprach er akzentfrei Russisch.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Wichtige Informationen von der Polizei:
Um sicherzustellen, dass Sie tatsächlich mit der Polizei sprechen: Falls Sie von jemandem, der sich als Polizist ausgibt, angerufen werden und dabei nach persönlichen Daten, Informationen zu Ihrem Vermögen oder anderen sensiblen Informationen gefragt werden oder Handlungen von Ihnen verlangt werden, sollten Sie zunächst überprüfen, ob es sich wirklich um die Polizei handelt. Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie dann selbst die Notrufnummer 110 oder die Nummer Ihrer örtlichen Polizeidienststelle an.
Verwenden Sie nur eine Telefonnummer, die Sie selbst recherchiert haben. Erst wenn Sie zweifelsfrei festgestellt haben, dass Sie mit der Polizei sprechen, können weitere Maßnahmen – wie vereinbarte Codewörter – als zusätzliche Erkennungsmerkmale sinnvoll sein.
Und sehr wichtig: Beenden Sie das Gespräch selbst! Legen Sie immer selbst auf, indem Sie aktiv auflegen. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die anrufende Person das Gespräch beendet hat oder dass eine stille Leitung bedeutet, dass die Verbindung bereits getrennt ist. Legen Sie selbst auf und rufen Sie dann – wenn Sie den Anruf überprüfen möchten – die Nummer der örtlichen Polizeidienststelle an.
Hintergrund: Die Betrüger können den Eindruck erwecken, dass das Gespräch bereits beendet ist, obwohl die Verbindung tatsächlich noch besteht. Wer in dieser Situation die 110 wählt, ohne zuvor selbst aufgelegt zu haben, kann weiterhin mit den Betrügern verbunden sein. Diese können sich dann als Notruf der Polizei ausgeben und ihre Täuschung fortsetzen. Beenden Sie daher jedes verdächtige Telefonat immer selbst aktiv, bevor Sie die Polizei oder eine andere Stelle anrufen.
Personen, die in der Schiersteiner Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Informationen zu den beiden Abholern haben, werden gebeten, sich unter der Nummer (0611) 345-0 bei der Polizei in Wiesbaden zu melden.
Quelle: Presseportal








