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Wiesbaden: Hessens Polizei beteiligt sich an Einsatz gegen Planenschlitzer

Vom 2. bis 5. November kontrollierten die Kräfte 116 Fahrzeuge und 142 Personen. Sie fertigten drei Strafanzeigen.

Foto: unsplash

Wiesbaden (ost)

Planenschlitzer beschädigen nicht nur Lastkraftwagen und stehlen Ladung, sondern hinterlassen bisweilen verunsicherte Fahrer, sorgen für erhebliche wirtschaftliche Schäden und nicht zuletzt auch Verzögerungen in der Lieferkette. Um gegen diese Form des Ladungsdiebstahls vorzugehen, hat sich die hessische Polizei im Zeitraum von Montag bis Donnerstag, 2. bis 5. November, an einem länderübergreifenden Einsatz beteiligt.

Kräfte aus insgesamt sieben Bundesländern sowie von Zoll und Bundespolizei brachten sich in die Aktion ein, die vom Landeskriminalamt Niedersachsen koordiniert wurde. Auch die hessische Polizei beteiligte sich an dem Einsatz, zeigte an Raststätten und Parkplätzen Präsenz, um mögliche Straftaten zu verhindern. Die Bilanz: 116 kontrollierte Fahrzeuge und 142 kontrollierte Personen. Es wurden drei Strafanzeigen gefertigt, unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.

Daniel Muth, Präsident des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA), erläutert: “Die Täter gehen häufig organisiert und arbeitsteilig vor. Eine Tatbegehungsweise ist das gezielte Ausspähen von Lkw und ihren Ladungen. Die für die Täter lohnenswerte Ware wird in der Folge über die aufgeschlitzte Plane oder direkt über die Hecktüre gestohlen und innerhalb kürzester Zeit abtransportiert.”

117 Fälle von Planenschlitzen 2025 in Hessen

Für 2025 sind in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für Hessen 137 Fälle von Ladungsdiebstahl registriert, darunter 117 schwere Fälle durch Aufschlitzen der Plane. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von rund 2,67 Millionen Euro.

HLKA-Präsident Daniel Muth sagt: “Um Ladungsdiebstahl wirksam zu bekämpfen, sind eine enge länderübergreifende Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden, gemeinsame Einsätze und Ermittlungen sowie ein vernetzter Informationsaustausch erforderlich.”

So schützen sich Lkw-Fahrer:

Hintergrund AG Cargo

Grundlage der länderübergreifenden Zusammenarbeit ist die Arbeitsgruppe Cargo (AG Cargo), die aus einer 2018 gegründeten Projektgruppe hervorgegangen ist. Ihr gehören sechs Bundesländer sowie polnische Polizeibehörden an. Derzeit hat das Landeskriminalamt Niedersachsen den Vorsitz.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Autodiebstählen in Hessen für 2022/2023

In Hessen stieg die Zahl der erfassten Autodiebstähle von 1.075 im Jahr 2022 auf 1.118 im Jahr 2023, ein Anstieg um rund 4 %. Gleichzeitig sank die Zahl der aufgeklärten Fälle von 506 auf 405; die Aufklärungsquote fiel damit von etwa 47 % auf 36 %. Die Zahl der Tatverdächtigen stieg leicht von 446 auf 453. Darunter waren 2022 insgesamt 414 Männer und 32 Frauen, 2023 waren es 415 Männer und 38 Frauen. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen erhöhte sich von 183 auf 201. Zum Vergleich: In Berlin, der Region mit den meisten erfassten Autodiebstählen in Deutschland im Jahr 2023, wurden 7.781 Fälle registriert – fast siebenmal so viele wie in Hessen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.075 1.118
Anzahl der aufgeklärten Fälle 506 405
Anzahl der Verdächtigen 446 453
Anzahl der männlichen Verdächtigen 414 415
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 32 38
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 183 201

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023

Im Jahr 2023 wurden in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle erfasst. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden (13,43 %), 6.914 schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden (4,75 %), 1.164 Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel (0,8 %) und 117.817 übrige Sachschadensunfälle (81,02 %). Für die Ortslage wurden 14.839 Unfälle innerorts (10,2 %), 7.577 außerorts ohne Autobahnen (5,21 %) und 3.013 auf Autobahnen (2,07 %) angegeben. Bei den Unfällen wurden 188 Menschen getötet, 3.537 schwer verletzt und 21.704 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 145.422
Unfälle mit Personenschaden 19.527
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.914
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.164
Übrige Sachschadensunfälle 117.817
Ortslage – innerorts 14.839
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 7.577
Ortslage – auf Autobahnen 3.013
Getötete 188
Schwerverletzte 3.537
Leichtverletzte 21.704

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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