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Wiesbaden: Veranstaltung des Arbeitskreises „Sicherheit für Alle“

Austausch zum Thema „Tiktokisierung des Extremismus“. Am Mittwochabend fand in Wiesbaden die jüngste Veranstaltung des Arbeitskreises statt, bei der die Rolle sozialer Medien bei der Radikalisierung junger Menschen im Fokus stand.

Foto von der Veranstaltung
Foto: Presseportal.de

Wiesbaden (ost)

Wiesbaden,

13.05.2026,

(pl)Am Abend des Mittwochs fand in der Aula der Schule am Mosbacher Berg in Wiesbaden die neueste Veranstaltung des Arbeitskreises „Sicherheit für Alle“ statt. An der von den Migrationsbeauftragten des Polizeipräsidiums Westhessen, Herrn Bouhmara und Herrn Colak, organisierten Veranstaltung nahmen Vertreter und Vertreterinnen der Polizei, migrantischen Organisationen, Gemeinschaften und Vereinen teil. Seit seiner Gründung im Jahr 2010 verfolgt der Arbeitskreis die wichtigen zentralen Anliegen, das Vertrauen der Bürger mit Migrationshintergrund in die Polizei zu stärken, Präventionsangebote zu unterbreiten und den Dialog aktiv zu fördern.

Frau Thaler, Vizepräsidentin des Polizeipräsidiums Westhessen, betonte in ihrer Begrüßung die Bedeutung des interdisziplinären Dialogs: „Sicherheit ist nicht nur eine polizeiliche Aufgabe – sie ist die Basis des gemeinschaftlichen Zusammenlebens und setzt Austausch, Verständnis und Zusammenarbeit voraus. Ein offener interdisziplinärer Dialog und eine verlässliche Kooperation tragen dazu bei, dass wir Sicherheit aus einer gesamtgesellschaftlichen Perspektive denken und einen Mehrwert für die Gesellschaft generieren können.“ Im Zentrum der Veranstaltung stand die Rolle sozialer Medien bei der Radikalisierung junger Menschen. Unter dem provokanten Titel „Tiktokisierung des Extremismus“ wurden insbesondere die subtilen Strategien extremistischer Gruppierungen hervorgehoben, mit denen sie junge Menschen über digitale Plattformen ansprechen und beeinflussen. In einem Fachvortrag gab Frau Lea Plavcic, eine anerkannte Expertin vom Kompetenzzentrum Rechtsextremismus des Landesamts für Verfassungsschutz Hessen, fundierte Einblicke in aktuelle Erscheinungsformen und Strategien extremistischer Akteure in den sozialen Medien. Dabei wurden verschiedene Phänomenbereiche, vom Rechtsextremismus über Islamismus bis hin zu Linksextremismus und Antisemitismus, beleuchtet.

In der folgenden Diskussion wurde deutlich, dass Prävention und Aufklärung zentrale Elemente im Umgang mit extremistischen Einflüssen im digitalen Raum sind. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen hoben die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit hervor, um junge Menschen frühzeitig zu sensibilisieren und zu stärken. Auch die Vernetzung der Gemeinden untereinander ist für eine effektive Jugendarbeit von Bedeutung. Die Veranstaltung endete offiziell um 20:00 Uhr, gefolgt von einem gemeinsamen Abendessen, das den Austausch zwischen den Teilnehmern und Teilnehmerinnen weiter vertiefte.

Quelle: Presseportal

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