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Wieseck: Diebstahl und Zivilcourage

Zwei Minderjährige beklauten eine Seniorin in Gießen, Zeuginnen verfolgten und hielten sie fest.

Foto: Depositphotos

Gießen (ost)

Gießen: Skrupelloser Diebstahl – Zeuginnen zeigen Zivilcourage

Zwei Minderjährige beklauten laut Zeugen am Montagmittag (16.6.) eine Seniorin in Wieseck, die auf einen Rollator angewiesen ist. Die 79-Jährige lief gegen 12.20 Uhr auf der Greizer Straße. In Höhe eines Spielplatzes verwickelte ein Beteiligter die Frau in ein Gespräch. Sein Begleiter nutzte die Ablenkung und griff nach der im Rollator abgelegten Geldbörse. Beide Diebe rannten sodann davon. Zeugen hatten die Situation jedoch mitbekommen. Zwei aufmerksame Zeuginnen verfolgten die Diebe, stellten sie und hielten sie bis zum Eintreffen der verständigten Polizei fest. Die geklaute Geldbörse konnte bislang nicht aufgefunden werden. Eine zuerst vor Ort eingetroffene Streife der Wachpolizei nahm die Beiden im Alter von 12 und 14 Jahren mit zur Polizeistation Gießen Nord. Dort wurden beide im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen an die Eltern übergeben.

Die Polizei bittet Zeugen des Vorfalls, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 0641/7006-6555 zu melden.

L3475/Lollar: Mehr als jedes zweite Fahrzeug zu schnell

Am Dienstag (18.6.) führten Beamte des Regionalen Verkehrsdienstes Gießen von morgens bis mittags Geschwindigkeitskontrollen zwischen Gießen und Lollar durch. Innerhalb von gut drei Stunden kontrollierten sie dabei 57 Fahrzeuge, die auf der Landesstraße 3475 aus Gießend kommend in Richtung Lollar fuhren. Dort sind 70 km/h erlaubt. Leider mussten die Beamten bilanzieren, dass mit 30 Kraftfahrzeugen mehr als die Hälfte aller überprüften Fahrzeuge zu schnell unterwegs war. „Spitzenreiter“ war eine 20-jährige BMW-Fahrerin, die die erlaubte Geschwindigkeit um 47 km/h überschritt. Die Frau aus dem Landkreis Gießen muss sich nun auf die Konsequenzen ihrer Raserei einstellen: ein Monat Fahrverbot, zwei Punkte und 320 Euro Bußgeld. Zwei weitere Raser, eine Frau und ein Mann, beschleunigten ihre Fahrzeuge um 39 bzw. 40 km/h über die zulässige Höchstgeschwindigkeit, in beiden Fällen folgt ein Punkt und ein Bußgeld von 200 Euro.

Neben den Geschwindigkeitsverstößen ahndeten die Kontrollierenden 21 Personen, die nicht angeschnallt waren. In einem Fall waren gar mehrere Kinder nicht ordnungsgemäß im Auto gesichert. Im Fall eines Unfalls begeben sich nicht angeschnallte Personen in höchste Gefahr, die tödlich enden kann. Eltern sollten hierbei nicht nur mit gutem Beispiel vorangehen, sondern immer sicherstellen, dass ihre Kinder richtig gesichert sind.

Weitere Kontrollen sind bereits geplant.

Gießen: Einbruch in der Innenstadt

In eine Bäckerei in der Mäusburg drang ein Einbrecher am frühen Mittwoch (19.6.) ein. Er erbeutete bei seiner Tat gegen 3 Uhr u.a, ein Tablet. Der Unbekannte hatte sich Zugang über ein Fenster verschafft, welches er zuvor aufbrach. Im Anschluss entkam der Einbrecher unbemerkt. Er hinterließ einen Schaden von mehreren Tausend Euro.

Die Kriminalpolizei sucht Zeugen: Wer hat etwas Verdächtiges bemerkt?

Hinweise nehmen die Ermittler unter der Rufnummer 0641/7006-6555 entgegen.

Pierre Gath

Pressesprecher

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Hessen für 2021/2022

Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 von 3858 auf 4275 Fälle an. Im Jahr 2021 wurden 810 Fälle gelöst, während es im Jahr 2022 nur 723 waren. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 637 auf 569 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 571 auf 498 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 66 auf 71 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 266 auf 275. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Einbruchsfällen in Deutschland mit 23528 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 3.858 4.275
Anzahl der aufgeklärten Fälle 810 723
Anzahl der Verdächtigen 637 569
Anzahl der männlichen Verdächtigen 571 498
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 66 71
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 266 275

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Autodiebstählen in Hessen für 2021/2022

Die Autodiebstahlraten in Hessen stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 895 Fälle registriert, wovon 413 aufgeklärt werden konnten. Es gab insgesamt 435 Verdächtige, wovon 393 männlich und 42 weiblich waren. 168 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2022 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 1075, wovon 506 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 446, wovon 414 männlich und 32 weiblich waren. 183 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Autodiebstählen in Deutschland mit 5864 Fällen.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 895 1.075
Anzahl der aufgeklärten Fälle 413 506
Anzahl der Verdächtigen 435 446
Anzahl der männlichen Verdächtigen 393 414
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 42 32
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 168 183

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2022

Im Jahr 2022 gab es in Hessen insgesamt 136.931 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.155 Unfälle mit Personenschaden, was 13,99% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.406 Fälle aus, was 4,68% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.202 Fällen gemeldet, was 0,88% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle waren jedoch Übrige Sachschadensunfälle mit 110.168 Fällen, was 80,46% aller Unfälle entspricht. Bezogen auf die Ortslage ereigneten sich 65,83% der Unfälle innerorts, 23,45% außerorts (ohne Autobahnen) und 10,72% auf Autobahnen. Bei den Unfallfolgen gab es 208 Getötete, 3.878 Schwerverletzte und 20.881 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 136.931
Unfälle mit Personenschaden 19.155
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.406
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.202
Übrige Sachschadensunfälle 110.168
Ortslage – innerorts 90.136
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 32.117
Ortslage – auf Autobahnen 14.678
Getötete 208
Schwerverletzte 3.878
Leichtverletzte 20.881

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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