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Wildunfallgefahren: Polizei warnt vor steigendem Risiko

Die Polizei registrierte seit Sonntag ein Dutzend Wildunfälle, darunter auch eine Kollision mit Personenschaden. Besonders in den Morgen- und Abendstunden ist die Wildunfallgefahr hoch.

Foto: Depositphotos

Südosthessen (ost)

(lei) Die Risiken sind in der Dämmerung am höchsten: Wenn die Tage kürzer werden, steigt auch die Gefahr von Wildunfällen. Besonders beim Übergang von Tag zu Nacht und umgekehrt kommt es vermehrt zu Zusammenstößen mit Rehen, Wildschweinen und anderen wilden Tieren.

Seit Sonntag (15.09.) wurden allein im Polizeipräsidium Südosthessen zwölf Wildunfälle registriert, bei denen es glücklicherweise nur Blechschäden gab und meistens ein Reh die Unfälle verursachte. Diese Vorfälle ereigneten sich zu den folgenden Zeiten an den folgenden Orten:

Sonntag, 15.09.2024:

Montag, 16.09.2024:

Dienstag, 17.09.2024:

Neben Sachschäden entstand auch Personenschaden bei einem Zusammenstoß am frühen Montagmorgen auf der Bundesstraße 521 bei Nidderau. Ein 28-jähriger Autofahrer wich einem Wildtier aus und prallte gegen die Leitplanke. Er und seine 37-jährige Beifahrerin wurden leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Im September gab es bislang insgesamt 34 Wildunfälle.

Wildunfälle sind nicht immer vermeidbar, aber das Risiko kann erheblich reduziert werden, indem man auf Wildwechselstrecken bremsbereit fährt und genügend Abstand zum Vordermann hält. Die Polizei gibt daher einige Tipps, wie man sich richtig verhält:

Bekannte Streckenabschnitte mit häufigem Wildwechsel sind normalerweise durch Geschwindigkeitsbegrenzungen oder das Verkehrszeichen „Wildwechsel“ gekennzeichnet. Die Polizei führt in diesen Bereichen regelmäßig Verkehrskontrollen und Geschwindigkeitsmessungen durch, da sich viele Fahrer nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. In der wöchentlich veröffentlichten Messstellenmeldung des Polizeipräsidiums Südosthessen werden Gefahrenstellen erwähnt. Die Polizei empfiehlt, auf den markierten Wildwechselstrecken besonders aufmerksam und vorausschauend zu fahren, da Tiere anders reagieren als Verkehrsteilnehmer. Besonders gefährlich sind Wildunfälle derzeit in den Morgen- und Abendstunden.

Wenn Wildtiere auf der Fahrbahn sind oder plötzlich die Straße überqueren, sollte man unbedingt bremsen, hupen und das Licht am Fahrzeug abblenden, wenn möglich. Wenn ein Zusammenstoß unvermeidbar ist, sollte man das Lenkrad festhalten und die Fahrspur halten. In der Regel sind die Risiken für den Fahrer und den Gegenverkehr bei Ausweichmanövern höher als bei einem Zusammenstoß.

Wenn es dennoch zu einem Unfall kommt, sichern Sie die Unfallstelle und informieren Sie sofort die Polizei. Tragen Sie auch eine Warnweste, um gut sichtbar zu sein. Bei einem Unfall informiert die Polizei den zuständigen Jagdpächter, der sich um das verletzte oder tote Wild kümmert.

Offenbach, 17.09.2024, Pressestelle, Thomas Leipold

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2022

Im Jahr 2022 gab es in Hessen insgesamt 136.931 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.155 Unfälle mit Personenschaden, was 13,99% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.406 Fälle aus, was 4,68% aller Unfälle entspricht. 1.202 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,88% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 110.168 Fälle, was 80,46% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 90.136 Unfälle (65,83%), außerorts (ohne Autobahnen) 32.117 Unfälle (23,45%) und auf Autobahnen 14.678 Unfälle (10,72%). Insgesamt gab es 208 Getötete, 3.878 Schwerverletzte und 20.881 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 136.931
Unfälle mit Personenschaden 19.155
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 6.406
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.202
Übrige Sachschadensunfälle 110.168
Ortslage – innerorts 90.136
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 32.117
Ortslage – auf Autobahnen 14.678
Getötete 208
Schwerverletzte 3.878
Leichtverletzte 20.881

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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