Autofahrer meldeten fliegende Geldscheine auf der Autobahn, die sich als Spielgeld herausstellten – mögliche strafrechtliche Konsequenzen drohen.
Würzburg: Autobahn 3, Verkehrsunfall mit „Prop Copy“-Geldscheinen

Heusenstamm (ost)
(lei) Hier bekam der Ausdruck „Geld in Verkehr bringen“ ganz neue Bedeutung: Am Dienstag hatten sich gegen 11.30 Uhr mehrere Verkehrsteilnehmer bei der Polizei gemeldet und von umherfliegenden Geldscheinen auf der Autobahn 3 berichtet.
Ausgerückte Streifen der Polizeiautobahnstation Langenselbold sammelten daraufhin in Höhe von Heusenstamm zahlreiche 10er und 20er Euro-Banknoten auf der Fahrbahn Richtung Würzburg ein – insgesamt 110 Scheine. Schnell war jedoch klar, dass es sich dabei nicht um echtes Geld, sondern um Film- bzw. Spielgeld handelte. So kurios der Vorfall auch klingt, so ernst sind die möglichen Folgen: Die Beamten weisen in dem Zusammenhang auf die Gefährlichkeit des Ganzen hin und dass dies auch schnell anders hätte ausgehen können. Denn mehrere Autofahrer hatten tatsächlich schon angehalten und offenbar einige der Scheine eingesammelt, und das auf einer der meistbefahrendsten Autobahnen Deutschlands. Momentan ist zumindest nicht ausgeschlossen, dass sie jemand absichtlich dort verteilte, um solche gefährliche Verkehrssituationen herbeizuführen.
Die „Blüten“ wurden sichergestellt. Sie tragen nur einen unscheinbaren Aufdruck „Prop copy“, der sie als Film- oder Spielgeld kennzeichnet (deutsch: ‚Film‘ bzw. ‚Nachbildung‘). Sie sind im Internet frei käuflich und wer sie nicht auf Sicherheitsmerkmale prüft, kann sie schnell für echt halten. Deren Besitz selbst ist problemlos, ein juristisches „Inverkehrbringen“ (§ 147 Strafgesetzbuch) jedoch unter Umständen strafbar. Deswegen prüfen die Beamten nun einen Verstoß nach dieser Vorschrift und ermitteln entsprechend. Die Polizei rät: Lieber einmal genauer hinschauen.
Zeugen, die Angaben zu dem oder den unbekannten „Verteilern“ machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeiautobahnstation Langenselbold unter der Rufnummer 06183 91155-0 zu melden.
Offenbach 31.07.2024, Pressestelle, Thomas Leipold
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2022
Im Jahr 2022 gab es in Hessen insgesamt 136.931 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.155 Unfälle mit Personenschaden, was 13,99% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.406 Fälle aus, was 4,68% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.202 Fällen registriert, was 0,88% aller Unfälle entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 110.168 Fälle, was 80,46% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 90.136 Unfälle (65,83%), außerorts (ohne Autobahnen) 32.117 Unfälle (23,45%) und auf Autobahnen 14.678 Unfälle (10,72%). Insgesamt gab es 208 Getötete, 3.878 Schwerverletzte und 20.881 Leichtverletzte.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 136.931 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.155 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.406 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.202 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 110.168 |
| Ortslage – innerorts | 90.136 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 32.117 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 14.678 |
| Getötete | 208 |
| Schwerverletzte | 3.878 |
| Leichtverletzte | 20.881 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








