Ein aufmerksamer Zeuge verhinderte in Gießen einen Fahrraddiebstahl, bei dem der Dieb und ein weiterer Unbekannter zuschlugen und flüchteten. Die Polizei sucht Zeugen und den Besitzer des gestohlenen Fahrrads.
Zeuge verhindert Fahrraddiebstahl in Gießen

Giessen (ost)
Gießen: Augenzeuge verhindert Diebstahl eines Fahrrads – Diebe schlagen zu – Besitzer des Fahrrads gesucht
Ein aufmerksamer Beobachter entdeckte in der Innenstadt eine verdächtige Person, die gerade dabei war, ein Fahrrad zu stehlen. Als der Zeuge ihn ansprach, griffen der Dieb und ein weiterer Unbekannter an und flüchteten. Der Diebstahl wurde vereitelt. Die Polizei sucht nach Zeugen und dem Besitzer des Fahrrads.
Am Montagabend (23.2.) bemerkte der Zeuge einen Mann in der Neustadt, der sich anscheinend an einem Fahrradständer in der Neustadt (Höhe Bushaltestelle „Oswaldsgarten“, in der Nähe der Nordanlage) zu schaffen machte. Der Mann versuchte offensichtlich, ein Schloss zu knacken. Der Zeuge sprach ihn an. Der Mann entfernte sich kurz, kehrte jedoch sofort zurück und war dabei, sich an einem weiteren abgestellten Fahrrad zu schaffen zu machen. Als der Zeuge ihn erneut ansprach, griff dieser plötzlich an. Ein zweiter Angreifer kam dem Dieb zur Hilfe, hielt den Zeugen fest. Dies wurde von einem weiteren Zeugen beobachtet. Beide Angreifer flüchteten dann über die Nordanlage in Richtung Dammstraße, bevor die Polizei eintraf.
Der Mann, der sich am Fahrrad zu schaffen machte, war ungefähr 178 cm groß und hatte kurze, dunkelbraune Haare. Er trug einen blauen Pullover mit einem weißen Hemdkragen und hatte einen Rucksack dabei. Sein Helfer war ungefähr gleich groß, trug schwarze Kleidung und hatte zur Tatzeit einen Bartansatz. Beide sollen nach Zeugenaussagen nicht Deutsch, sondern eine osteuropäische Sprache, möglicherweise Ukrainisch, gesprochen haben.
Der 30-jährige Zeuge erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen, die vom Rettungsdienst behandelt werden mussten. Das Fahrradschloss des betroffenen Fahrrads blieb offenbar unbeschädigt, dank des Eingreifens des Zeugen. Es ist bisher unklar, wer der rechtmäßige Besitzer des schwarzen Herrenrads (siehe angehängtes Foto) ist. Die Ermittler bitten die Person sowie weitere Zeugen, sich bei der Polizeistation Gießen Nord unter der Telefonnummer 0641/7006-3755 zu melden.
Gießen: Einbrecher flieht über Balkon
In Rödgen erwischte eine Anwohnerin einen Einbrecher in ihrer Wohnung. Der Unbekannte floh über einen Balkon und entkam, bevor die Polizei eintraf.
Gestern gegen 23.30 Uhr kehrte eine Anwohnerin in den Brunnenweg zurück. Sie bemerkte, dass ihre Wohnungstür offen stand. In der Wohnung hörte sie Geräusche. Die Frau alarmierte die Polizei. Letztendlich stellte sich heraus, dass der Einbrecher ohne Beute über einen Balkon geflohen war, bevor die Einsatzkräfte eintrafen.
Die Ermittler suchen Zeugen: Wer hat etwas Verdächtiges bemerkt? Ist der Einbrecher bei seiner Flucht aufgefallen?
Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0641/7006-6555.
Pierre Gath, Pressesprecher
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Hessen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in Hessen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4275 Fälle registriert, wobei 723 Fälle aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 569 Verdächtige, darunter 498 Männer und 71 Frauen. 275 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Einbruchsfälle auf 5206, wobei 840 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 598 Verdächtige, darunter 511 Männer und 87 Frauen. 270 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Einbruchsfälle in Deutschland registriert – 27061.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.275 | 5.206 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 723 | 840 |
| Anzahl der Verdächtigen | 569 | 598 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 498 | 511 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 71 | 87 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 275 | 270 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Fahrraddiebstählen in Hessen für 2022/2023
Die Fahrraddiebstahlraten in Hessen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 15523 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 14987 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 1570 auf 1643 im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 1132 auf 1079 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Fahrraddiebstählen in Deutschland mit 62036 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 15.523 | 14.987 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 1.570 | 1.643 |
| Anzahl der Verdächtigen | 1.132 | 1.079 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 1.084 | 1.012 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 48 | 67 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 522 | 575 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Hessen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Hessen insgesamt 145.422 Verkehrsunfälle. Davon waren 19.527 Unfälle mit Personenschaden, was 13,43% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 6.914 Fälle aus, was 4,75% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.164 Fällen registriert, was 0,8% der Gesamtzahl ausmacht. Die meisten Unfälle waren jedoch übrige Sachschadensunfälle mit 117.817 Fällen, was 81,02% entspricht. Innerorts gab es 14.839 Unfälle (10,2%), außerorts (ohne Autobahnen) 7.577 Unfälle (5,21%) und auf Autobahnen 3.013 Unfälle (2,07%). Insgesamt gab es 188 Getötete, 3.537 Schwerverletzte und 21.704 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 145.422 |
| Unfälle mit Personenschaden | 19.527 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 6.914 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.164 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 117.817 |
| Ortslage – innerorts | 14.839 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 7.577 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.013 |
| Getötete | 188 |
| Schwerverletzte | 3.537 |
| Leichtverletzte | 21.704 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








