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Internationale Ermittlungen decken Netzwerke sexueller Gewalt auf

Internationale Ermittler haben in neun Ländern gegen Männer vorgegangen, die ihre Partnerinnen betäuben und missbrauchen. Im Rahmen des „Projekts Medusa“ wurden 156 Mutmaßliche identifiziert und vier Netzwerke zerschlagen, während 158 Opfer in Sicherheit gebracht wurden.

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Frauen betäubt und missbraucht: Schlag gegen Online-Gruppen
Vysotsky via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

In einem umfassenden internationalen Einsatz haben Ermittler in neun Ländern gegen Männer vorgegangen, die verdächtigt werden, ihre Partnerinnen betäubt und sexuell missbraucht zu haben. Diese Männer sollen sich in Online-Plattformen über ihre Taten ausgetauscht und Videos der Gewalttaten verbreitet haben.

Ermittlungen und Ergebnisse

Der Einsatz, der im Juni durchgeführt wurde, führte laut Angaben von Europol zu 274 neuen Ermittlungsansätzen. Die Vorwürfe, die in diesen Fällen untersucht werden, reichen von Vergewaltigung über sexuelle Nötigung bis hin zu gefährlicher Körperverletzung und dem Verdacht auf versuchten Mord.

Insgesamt konnten 156 mutmaßliche Opfer und Täter identifiziert werden. Europol aus Den Haag hat keine spezifischen Informationen zu den Heimatländern der Verdächtigen oder Opfer veröffentlicht, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden.

Koordination und Durchführung des Einsatzes

Neun Länder waren an dieser Operation beteiligt, wobei die deutschen und britischen Behörden die Leitung übernahmen. Die europäische Polizeibehörde koordinierte den Einsatz, der unter dem Titel „Projekt Medusa“ organisiert wurde. Zu den Hauptakteuren gehörten das Bundeskriminalamt sowie das Landeskriminalamt Hamburg.

Online-Austausch unter Tätern

Laut Europol tauschen sich die Täter in zahlreichen Telegram-Gruppen über Methoden aus, wie sie Frauen betäuben und missbrauchen können. Die Videos der Übergriffe werden oftmals auf Pornoplattformen und in frauenfeindlichen Chatgruppen verbreitet. Die Täter teilen dabei nicht nur ihre Erfahrungen, sondern auch Tipps zur Beschaffung und Wirksamkeit von Betäubungsmitteln.

Bewertung der Gefahren und Prävention

Diese Verbrechen sind kein Einzelfall. Ähnlich wie im Fall der Französin Gisèle Pelicot, die über Jahre hinweg von ihrem Ehemann betäubt und dann missbraucht wurde, sind viele der betroffenen Frauen sich der Übergriffe oft nicht bewusst. Das BKA warnt, dass die Kombination aus Medikamenten und Alkohol für die Opfer lebensbedrohlich sein kann.

Das „Projekt Medusa“ wurde im April ins Leben gerufen, um die Hintergründe dieser Art von Missbrauch zu ermitteln und die zuständigen Netzwerke zu zerschlagen. Seit Beginn der Operation haben die Ermittler in den beteiligten Ländern 57 Männer festgenommen und 158 Opfer in Sicherheit bringen können.

„Die zugeführten Betäubungs- und Schmerzmittel verhindern, dass sich die Opfer an die Tat erinnern können oder unmittelbar körperliche Folgen der Vergewaltigung spüren,“ erklärte ein Sprecher des BKA.

Die jüngsten Festnahmen, darunter vier mutmaßliche Täter, resultierten aus Hinweisen, die von britischen und deutschen Kollegen an die niederländische Polizei weitergegeben wurden.


Quellen: tagesschau

Bildquelle: Vysotsky via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

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TS