In Köln hat die Polizei einen Kiosk geschlossen, nachdem bei einer Kontrolle Drogen und verbotene Medikamente entdeckt wurden. Neben Kokain und Cannabis fanden die Beamten auch illegale Waren und einen betrieblichen Verstoß gegen den Jugendschutz.
Kiosk in Köln wegen Drogenfund geschlossen

Das Kölner Ordnungsamt hat in Zusammenarbeit mit der Polizei einen Kiosk in der Innenstadt geschlossen, nachdem bei einer Kontrolle Drogen und illegale Waren entdeckt wurden.
Bei der Überprüfung fanden die Beamten unter der Verkaufstheke etwa 300 Gramm Cannabis, rund 13 Gramm Kokain sowie 49 Tabletten des Opioids Tilidin. Zudem wurden eine Feinwaage, kleine Plastiktütchen und ein Messer mit Kokainrückständen sichergestellt. Der Betreiber des Kiosks war zum Zeitpunkt der Kontrolle allein vor Ort. Die Polizei leitete daraufhin ein Strafverfahren ein.
Das Ordnungsamt verhängte umgehend ein Betriebsverbot und initiierte ein Verfahren zur Gewerbeuntersagung. Zusätzlich wurden 17 Dosen des in Deutschland nicht erlaubten skandinavischen Oraltabaks, bekannt als Snus, sichergestellt.
Wiederholte Verstöße gegen den Jugendschutz
Diese Maßnahme ist nicht isoliert. Seit November 2025 wurden bereits fünf ähnliche Verfahren gegen Kioske und Trinkhallen eingeleitet, in denen Drogen als zusätzliche Einnahmequelle genutzt wurden. Neben Cannabis und Kokain wurden auch Heroin und vermeintliche „Legal Highs“ entdeckt, darunter Vapes mit überhöhten Gehalten an CBD, THC oder HHC.
Das Ordnungsamt hat seit Oktober 2024 gezielte Kontrollen zum Jugendschutz im Kölner Einzelhandel durchgeführt. Zwischen Aschermittwoch und dem 31. März 2026 wurden 73 Betriebe im gesamten Stadtgebiet überprüft. Dabei stellten die Kontrolleure fest, dass 44 dieser Betriebe, was etwa 60 Prozent entspricht, gegen Jugendschutzvorschriften verstießen. Häufig wurden auch illegal verkaufte Vapes mit zu vielen Zügen oder fehlenden Steuerbanderolen entdeckt.
„Wir nehmen die Verstöße gegen den Jugendschutz sehr ernst und werden weiterhin konsequent gegen solche Praktiken vorgehen“, sagte ein Sprecher des Ordnungsamtes.
Die Stadt Köln setzt damit ein Zeichen im Kampf gegen Drogenmissbrauch und die Verletzung von Jugendschutzbestimmungen.
Bildquelle: ai-generated-gemini








