In Austin, Texas, schoss ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE einen Mann, der sich in seinem Auto befand. Der Verletzte ist schwer verletzt, jedoch nicht in Lebensgefahr. Bürgermeister Watson kritisiert die Vorgehensweise der ICE und fordert eine transparente Untersuchung.
Mann in Austin von ICE-Beamten angeschossen: Welle der Proteste entfaltet sich

In Texas, genauer gesagt in Austin, ereignete sich ein schwerer Vorfall, bei dem ein Mann von einem Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE angeschossen wurde. Der Verletzte, dessen Zustand ernst ist, wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, doch Bürgermeister Kirk Watson berichtete, dass keine Lebensgefahr besteht. Der Bürgermeister drückte seinen Unmut aus und erklärte, es sei absolut inakzeptabel, dass Beamte einer Institution, die für Recht und Ordnung verantwortlich ist, in der Öffentlichkeit auf Personen schießen.
Der Schuss traf den Mann im Oberkörper; unklar bleibt, ob er frontal oder von hinten getroffen wurde. Berichten zufolge war der Mann in seinem Fahrzeug, als die Schüsse fielen. Das Heimatschutzministerium, das für die ICE zuständig ist, teilte mit, dass der angeschossene Mann venezolanischer Herkunft ist und sich illegal im Land aufhielt. Er befindet sich nun im Gewahrsam der Bundesbehörden, während der Vorfall untersucht wird.
Die Forderung nach einer umfassenden Untersuchung des Vorfalls wurde sowohl von Bürgermeister Watson als auch von der Polizeichefin Austin, Lisa Davis, laut. Watson betonte, dass eine Untersuchung, die ausschließlich von der ICE durchgeführt wird, aus Transparenzgründen nicht hinnehmbar sei. In den letzten Wochen hatte die ICE ihre Aktivitäten gegen Migranten in der Region signifikant intensiviert.
Am Ort des Geschehens kam es zu spontanen Protesten gegen die Praktiken der ICE. Der Abgeordnete Greg Casar, der Austin im Kongress vertritt, forderte eine unabhängige und umfassende Untersuchung sowie die sofortige Veröffentlichung der Bodycam-Videos der beteiligten Beamten. Casar kritisierte die Behörde scharf und wies darauf hin, dass ICE in der Vergangenheit wiederholt auf Personen geschossen habe und anschließend falsche Informationen verbreitet habe.
Seit seinem Amtsantritt verfolgt US-Präsident Donald Trump eine strikte Linie gegenüber Migranten ohne gültige Aufenthaltstitel oder mit Vorstrafen. Er fordert Massenabschiebungen und setzt dabei auf die umstrittene ICE, deren Einsätze in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Diese Einsätze stehen oft in der Kritik, insbesondere nach tödlichen Vorfällen, die in der Vergangenheit zum Rücktritt eines verantwortlichen Beamten führten. Trotz einer gewissen Milderung in der Vorgehensweise der ICE werden ihre Einsätze landesweit fortgesetzt.
Quellen: n-tv, Die Zeit
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