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Alkoholbedingte Verkehrsunfälle im Landkreis Rostock und Rostock

Drei Unfälle mit alkoholisierten Fahrzeugführern in Bad Doberan, Bützow und Rostock. Polizei ermittelt und schätzt Sachschaden.

Foto: Depositphotos

Landkreis Rostock/ Hansestadt Rostock (ost)

Drei Verkehrsunfälle haben die Polizeidienststellen seit gestern Abend sowohl im Landkreis Rostock als auch in der Hansestadt Rostock beschäftigt, bei denen alkoholisierte Fahrzeugführer beteiligt waren.

Bad Doberan

Am gestrigen Abend wurden bei einem Verkehrsunfall in Bad Doberan drei Personen leicht verletzt. Laut bisherigen Informationen fuhr ein 33-jähriger Pole gegen 20:25 Uhr mit seinem BMW auf der B105 in Bad Doberan, als er in einer Kurve „Am Buchenberg“ von seiner Fahrspur abkam und mit einem entgegenkommenden Wohnmobil eines 52-Jährigen frontal kollidierte. Auch eine 55-jährige Nissan-Fahrerin konnte nicht rechtzeitig bremsen und verunfallte. Sowohl der BMW als auch das Wohnmobil waren nicht mehr fahrbereit und mussten vom Unfallort abgeschleppt werden. Der Atemalkoholwert des BMW-Fahrers wurde während der Unfallaufnahme auf 1,8 Promille festgestellt. Eine Blutprobe wurde in der Südstadtklinik in Rostock entnommen. Die anderen beiden Fahrer wurden ebenfalls leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Während der Unfallaufnahme war die Straße voll gesperrt. Die B105 musste aufgrund auslaufender Betriebsstoffe professionell gereinigt werden, weshalb die Straße erst gegen 23 Uhr wieder freigegeben werden konnte. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 25.000EUR geschätzt.

Bützow

In der heutigen Nacht ereignete sich ein weiterer alkoholbedingter Verkehrsunfall auf der L14 bei Bützow. Gegen 00:40 Uhr wurde der Polizei ein LKW gemeldet, der aufgrund eines Reifenplatzers ungesichert teilweise auf der Fahrbahn der L14 zwischen Bützow und Steinhagen stand. Bei der Ankunft der Polizei wurde der 51-jährige LKW-Fahrer aus Polen am Unfallort festgestellt. Offenbar kam der 51-Jährige mit seinem Gespann aus Bützow kommend in Richtung Steinhagen von der Straße ab und fuhr in die Bankette. Die hohe Alkoholisierung des Fahrers dürfte die Unfallursache gewesen sein, da er einen Atemalkoholwert von 1,8 Promille hatte. Aufgrund seines aggressiven Verhaltens und Fluchtversuchen musste der Fahrer von den Polizisten gefesselt werden. Auch in diesem Fall wurde eine Blutprobe angeordnet und durchgeführt. Da der Fahrer versuchte, aus dem Krankenhaus zu fliehen, musste er auf einer Liege fixiert werden. Glücklicherweise wurde niemand durch den Widerstand verletzt. Der alkoholisierte Mann wurde anschließend in das Zentralgewahrsam nach Rostock gebracht.

Der Sattelzug samt beladenem Sattelauflieger befindet sich immer noch an der Unfallstelle und wird derzeit geborgen.

Rostock

Auch in der Hansestadt Rostock wurde am Dienstagmorgen ein alkoholisierter Fahrzeugführer festgestellt. Gegen 05:50 Uhr meldete ein Zeuge über den Polizeinotruf, dass ein vor ihm fahrender Mercedes auf einem Parkplatz in der Dierkower Allee in auffälligen Schlangenlinien fuhr. Der PKW kollidierte während des Anrufs mit zwei geparkten Fahrzeugen. Der Fahrer, ein 54-jähriger Deutscher, wurde kurz darauf von der Polizei kontrolliert. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,57 Promille. Der Fahrer gab an, zuvor Schlaftabletten eingenommen zu haben. Auch bei ihm wurde eine Blutprobe entnommen, der Führerschein wurde eingezogen und die Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 17.000EUR geschätzt.

Die entsprechenden Kriminalkommissariate ermitteln aufgrund der Verstöße gegen die Unfallverursacher.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023

Im Jahr 2023 wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle registriert. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% aller Unfälle entspricht. 334 Unfälle, also 0,6%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die meisten Unfälle, nämlich 49.199, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 88,42% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 55.641
Unfälle mit Personenschaden 4.880
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.228
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 334
Übrige Sachschadensunfälle 49.199
Ortslage – innerorts 3.500
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.320
Ortslage – auf Autobahnen 437
Getötete 57
Schwerverletzte 1.105
Leichtverletzte 5.095

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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