Beamte stoppen Transport aufgrund erheblicher Mängel. Fahrer muss mit hohem Bußgeld rechnen.
Altentreptow: Verstöße gegen Gefahrgutvorschriften festgestellt

Demmin (LK MSE) (ost)
Beamte der Besonderen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeirevieres Altentreptow haben bei einer Kontrolle eines Gefahrguttransports am Dienstagmorgen erhebliche Verstöße gegen die geltenden Gefahrgutvorschriften festgestellt.
Um 9:00 Uhr überprüften die Beamten auf der Landesstraße im Bereich Zachariae einen Transporter eines Landwirtschaftsunternehmens aus Jarmen, der Dieselkraftstoff transportierte, um die auf einem Feld eingesetzten Traktoren und Mähdrescher zu betanken.
Landwirte dürfen unter bestimmten Voraussetzungen Kraftstoff für die eigene betriebliche Verwendung zu ihren Arbeitsmaschinen transportieren, müssen dabei jedoch klare Sicherheitsvorschriften einhalten, um Gefährdungen von Menschen, Umwelt und anderen Verkehrsteilnehmern zu vermeiden.
Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass viele dieser Vorgaben nicht eingehalten wurden, wie fehlende Kennzeichnungen, erforderliche Ausrüstungsgegenstände, ordnungsgemäße Beförderungsdokumente, Beanstandungen bei der Ladungssicherung und dem verwendeten Behälter.
Die Beförderung von Dieselkraftstoff erfordert unter anderem die Kennzeichnung des Behälters mit der UN-Nummer 1202, dem Gefahrzettel der Klasse 3 für entzündbare Flüssigkeiten und dem Kennzeichen für umweltgefährdende Stoffe, sowie eine angemessene Ladungssicherung und die Mitführung eines Feuerlöschers und der erforderlichen Beförderungsdokumente.
Die Höchstmenge für den Transport von Diesel in Versandstücken beträgt 1.000 Liter je Beförderungseinheit, wenn die Freistellungsvoraussetzungen erfüllt sind, während für Benzin die Grenze bei 333 Litern liegt.
Der Transport des Landwirtschaftsunternehmens erfüllte diese Voraussetzungen nicht, daher wurde die Weiterfahrt untersagt.
Der Fahrer des Unternehmens wird mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige konfrontiert, die voraussichtlich zu einem vierstelligen Bußgeld führen wird.
Die Kontrolle verdeutlicht: Auch bei der Beförderung von Kraftstoff für die Landwirtschaft müssen klare Regeln eingehalten werden, um sicherzustellen, dass der Transport gemäß den Gefahrgut-Freistellungen erfolgt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. 334 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% aller Unfälle entspricht. Innerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerhalb von Ortschaften (ohne Autobahnen) waren es 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








