Zwei Jugendliche wurden von einem gelben Smart überholt, dessen Fahrer sich als „Zivilpolizist“ ausgab und sie zum Polizeirevier schickte.
Anklam: Autofahrer gibt sich als Polizist aus

Anklam (ost)
Gestern Abend (17.02.2026, gegen 19:40 Uhr) fuhren zwei junge Leute im Alter von 14 und 16 Jahren mit ihren Fahrrädern die Hospitalstraße in Anklam in Richtung Krankenhaus entlang. Die beiden Jugendlichen hatten vergessen, das Licht an ihren Fahrrädern anzuschalten, was einen Autofahrer anscheinend gestört hat.
Plötzlich wurden sie von einem gelben Smart überholt, der dann am Krankenhaus auf Höhe der Einfahrt zum Parkplatz stoppte. Der Fahrer stieg aus und forderte die beiden Mädchen auf, stehen zu bleiben. Die Jugendlichen folgten der Aufforderung. Dann zog der Mann einen vermeintlichen Dienstausweis aus seiner Geldbörse und stellte sich als „Zivilpolizist“ vor.
Er bat die Jugendlichen, ihm zum Polizeirevier zu folgen, wo er sie treffen und bestrafen wollte. Als sie am Polizeirevier in Anklam ankamen, trafen sie weder auf den vermeintlichen Zivilbeamten noch auf den gelben Smart.
Daraufhin gingen sie nach Hause und kontaktierten das Polizeihauptrevier Anklam, um den Vorfall zu melden. Den Polizeibeamten beschrieben die Jugendlichen den Täter wie folgt:
Des Weiteren sagten die Opfer aus, dass sich eine ältere Frau auf dem Beifahrersitz des gelben Smart befunden habe, aber sie konnten sie nicht näher beschreiben.
Die sofortige Nahbereichsfahndung nach dem gelben Smart mit weißen Streifen auf dem Dach im Stadtgebiet Anklam verlief ergebnislos.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen unter anderem wegen Amtsanmaßung übernommen und bittet in diesem Zusammenhang um Zeugenaussagen. Personen, die Beobachtungen gemacht haben und Hinweise zum Täter oder dem gelben Smart geben können, werden gebeten, sich an die Polizei in Anklam unter 03971 251 0, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Mordraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle registriert, wovon 36 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 34 Verdächtige, darunter 30 Männer, 4 Frauen und 6 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 23, wobei alle Fälle gelöst wurden. Es gab 26 Verdächtige, darunter 23 Männer, 3 Frauen und 5 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 39 | 23 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 23 |
| Anzahl der Verdächtigen | 34 | 26 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 30 | 23 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4 | 3 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6 | 5 |
Quelle: Bundeskriminalamt








