Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Anklam, Rostock: Betrugsdelikte gegen ältere Menschen

In Mecklenburg-Vorpommern fielen zwei Senioren Betrügern zum Opfer. Die Täter erbeuteten Bargeld im fünfstelligen Bereich. Die Polizei warnt vor falschen Polizisten und Schockanrufen.

Foto: Depositphotos

Anklam, Rostock (ost)

In Mecklenburg-Vorpommern wurden in den letzten Tagen erneut zwei ältere Menschen Opfer von betrügerischen Maschen. Die Täter konnten dabei Bargeld in Höhe von mehreren zehntausend Euro erbeuten.

Am Mittwoch (01.07.2026) erhielt ein 89-jähriger deutscher Mann aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald einen Anruf von einem angeblichen Leiter der Kriminalpolizei Neubrandenburg. Der Anrufer behauptete, der Sohn des Seniors habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine schwangere Frau ums Leben gekommen sei. Um eine angebliche Haft zu vermeiden, müsse eine Kaution in Höhe von 20.000 Euro gezahlt werden.

Am Donnerstag (02.07.2026) setzten die Täter erneut den 89-Jährigen unter Druck und forderten ihn auf, das Geld aus einem Küchenfenster zu übergeben. Der Senior übergab daraufhin eine Geldkassette mit einem Bargeldbetrag zwischen 8.000 und 10.000 Euro.

Die Person, die das Geld annahm, wird wie folgt beschrieben:

Der Betrug wurde erst entdeckt, als sich der 89-Jährige am nächsten Tag bei der Polizei erkundigte, ob seine Geldkassette angekommen sei.

Auch am Donnerstag (02.07.2026) wurde eine 90-jährige deutsche Frau aus Rostock Opfer von Trickbetrügern. Zwei Männer gaben sich als Polizeibeamte aus und behaupteten, in die Wohnung der Seniorin im Rostocker Stadtteil Lütten Klein sei eingebrochen worden. Unter diesem Vorwand betraten sie die Wohnung und forderten die Geschädigte auf zu überprüfen, ob Bargeld oder Wertgegenstände gestohlen worden seien.

Während die 90-Jährige ihre Geldverstecke zusammen mit den Männern überprüfte, nutzten diese einen unbeobachteten Moment und stahlen nach bisherigen Erkenntnissen rund 30.000 Euro Bargeld. Angehörige erstatteten am Freitag Anzeige bei der Polizei. Die beiden Verdächtigen wurden wie folgt beschrieben: Verdächtiger 1: schwarze Jacke, schwarze Kopfbedeckung Verdächtiger 2: graue Jacke, graue Hose

Die Kriminalpolizei hat in beiden Fällen Ermittlungen aufgenommen.

Immer wieder versuchen Betrüger insbesondere ältere Menschen mit Schockanrufen oder als angebliche Polizeibeamte um ihr Erspartes zu bringen.

Deshalb beachten Sie folgende Hinweise:

Im Zweifelsfall rufen Sie selbst die Polizeinotrufnummer 110 an oder die Ihnen bekannte Telefonnummer Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Benutzen Sie nicht die Rückruffunktion, sondern wählen Sie die Nummer selbst.

Sensibilisieren Sie insbesondere ältere Familienmitglieder und Nachbarn für diese betrügerischen Maschen.

Quelle: Presseportal

nf24