Die Bundespolizeiabteilung Uelzen verabschiedet Bernd Gasow und blickt auf einsatzintensive Jahre zurück. Seit September 2015 unterstützen Beamtinnen und Beamte der Bundesbereitschaftspolizei aus Uelzen bundesweit die Bundespolizeidienststellen an den Grenzen.
Bad Bramstedt: Führungswechsel bei der Bundesbereitschaftspolizei Uelzen

Uelzen (ost)
Die Polizeiabteilung Uelzen verabschiedet Bernd Gasow und schaut auf Jahre mit vielen Einsätzen zurück.
Fast ein Jahrzehnt lang war Polizeioberrat Bernd Gasow Leiter der Uelzener Bundespolizeiabteilung. Herausfordernde Einsätze prägten diese Zeit. Die Bekämpfung der irregulären Migration war und ist ein Schwerpunkt.
Seit September 2015, als die Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze vorläufig wiedereingeführt wurden und seit Herbst des letzten Jahres an allen Landesgrenzen, sind auch Beamtinnen und Beamte der Bundesbereitschaftspolizei aus Uelzen Woche für Woche bundesweit im Einsatz, um die Bundespolizeidienststellen an den Grenzen zu unterstützen. Derzeit konzentriert sich die Uelzener Bundespolizei auf Unterstützungseinsätze an der deutsch-niederländischen Grenze. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, Fahrzeuge und Reisende mit festen Kontrollstellen und mobilen Streifen zu überprüfen, um unerlaubte Einreisen zu verhindern. Mit moderner Fahndungstechnik werden wöchentlich tausende Kontrollen durchgeführt und schnell bearbeitet. Jeden Tag werden Straftäter aller Art von den Uelzener Beamtinnen und Beamten festgenommen. Festnahmen von Schleusern, Drogenkurieren und Waffenschmugglern bleiben in Erinnerung. Insbesondere bei Festnahmen von Schleusern werden Fahrzeuge und Wohnungen der Beschuldigten zeitnah durchsucht. Die Sicherstellung von Beweismaterial durch Uelzener Einsatzteams leistet einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung der menschenverachtenden Schleuserkriminalität.
Auch der G20-Gipfel 2017 in Hamburg und der G7-Gipfel im Schloss Elmau in Bayern bleiben vielen Beamtinnen und Beamten in Erinnerung. Bei beiden Großveranstaltungen waren die Uelzener Einsatzteams besonders gefordert. In Hamburg kam es zudem zu massiven gewalttätigen Ausschreitungen im Zuge von Protesten. Die Bewältigung solcher schwierigen Einsatzsituationen gehört zum Kernprofil der Uelzener Bundesbereitschaftspolizei.
Die Uelzener Bundespolizisten hatten auch während der „Corona-Krise“ viel zu tun. Sie schützten zahlreiche Impfstofftransporte und sorgten bei vielen Demonstrationen für den Schutz des Demonstrationsrechts der Teilnehmenden und einen friedlichen Verlauf.
Bei den beiden großen Nukleartransporten per Bahn in den Jahren 2020 und 2025 musste die Abteilung ebenfalls lange Streckenabschnitte mit Personal und Technologie schützen.
Zu guter Letzt sei die UEFA EURO 2024 im eigenen Land erwähnt. Hier unterstützte die Uelzener Abteilung andere Bundespolizeidienststellen bei der Einsatzführung und war mit verschiedenen Einsatzteams zur Unterstützung in Berlin und Hamburg.
„Unter der Leitung von Polizeioberrat Bernd Gasow hat die Bundespolizeiabteilung Uelzen hervorragende Arbeit geleistet.“ „- Miteinander. Füreinander. Für unser Land – beschreibt treffend, wie die Uelzener Bundesbereitschaftspolizistinnen und -polizisten ihren Dienst leisten“, so Präsident Dr. Niechziol.
Der Präsident der Direktion Bundesbereitschaftspolizei wird Bernd Gasow am 23. April 2025 in einer Feierstunde bei der Bundespolizei in Uelzen in Anwesenheit von rund 400 Gästen und Mitarbeitenden verabschieden.
In der Amtszeit von Herrn Gasow wurde in Uelzen die „BFE+“ (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit Plus) aufgestellt. Eine Einheit, die speziell fortgebildet, mit modernsten Führungs- und Einsatzmitteln ausgestattet und für den Einsatz gegen terroristische Gewalttäter trainiert ist.
„Der Standort Uelzen wird mit der Aufstellung einer dritten Einsatzhundertschaft weiter aufwachsen und im Jahr 2026 die Zahl von rund 700 Beschäftigten erreichen. Das ist ein klares Bekenntnis der Bundespolizei zur Region“, so Präsident Dr. Niechziol.
Viele Kolleginnen und Kollegen stammen ursprünglich nicht aus Uelzen und Umgebung. Der dienstlichen Heimat folgt häufig die Verlagerung des Lebensmittelpunkts in den Nordosten Niedersachsens, nicht nur nach Uelzen, sondern auch in die umliegenden Landkreise. Sie sind hier heimisch geworden und haben Familien gegründet. Sie sind Mitglieder in Sportvereinen und Schützengilden oder engagieren sich in Freiwilligen Feuerwehren und anderen gemeinnützigen Organisationen.
Die Nachfolge tritt Dr. Jürgen Kepura an, der in Uelzen geboren und aufgewachsen ist. Er hat den Polizeiberuf von der Pike auf gelernt, ist heute Leitender Polizeidirektor und lebt im Landkreis Harburg. In seinen ersten Berufsjahren war er Angehöriger der Polizeieinheit, die er jetzt als Abteilungsführer übernimmt. Nach vielen beruflichen Stationen in Norddeutschland, Berlin und Brandenburg, kehrt er nun zurück nach Uelzen. Zuvor war er neun Jahre im Stab der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt für die Einsatzangelegenheiten der Bundespolizei in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Der promovierte Erziehungswissenschaftler forschte zur Präventionspraxis der Polizei und publiziert zu polizeilichen Fragestellungen.
Quelle: Presseportal








