Ein fast 90-jähriger deutscher Fahrer ignorierte die Polizei und versuchte zu flüchten. Trotz sofortiger Einhaltung konnte er einer Strafanzeige nicht entgehen.
Bergen auf Rügen: Verkehrsrowdy flüchtet vor Polizei

Bergen auf Rügen (ost)
Während einer Verkehrsraumüberwachung beobachteten Polizeibeamte in Bergen auf Rügen am gestrigen Donnerstag, dem 14. November 2024, gegen 11 Uhr einen PKW Toyota, wie er in der Ringstraße mit augenscheinlich überhöhter Geschwindigkeit trotz Gegenverkehr einen LKW mit Sattelzug überholte. Der LKW konnte einen Unfall nur noch durch die sofort eingeleitete Gefahrenbremsung bis zum absoluten Stillstand verhindern.
Sodann forderte die Polizei den 87-jährigen deutschen Fahrer des Toyotas auf, dem Streifenwagen zu folgen, dieser ignorierte die Aufforderung und versuchte zu flüchten. Die Beamten nahmen die Verfolgung mit Blaulicht und dem Signal STOP POLIZEI auf. Diese Aufforderung ignorierte der 87-Jährige weiterhin. In der weiteren Folge konnten die Polizeibeamten den Fahrer nach einem Überholvorgang und anhaltendem Signal STOP POLIZEI zum Stehen bringen.
Der Mann wollte offenbar wieder flüchten, das Öffnen der Fahrzeugtür konnte die Flucht allerdings verhindern. Der betagte Mann war weiter uneinsichtig. Auf Nachfrage, warum er das offensichtlich riskante Überholmanöver durchführte, gab er an, dass er „nicht hinter dem LKW hinterher tuckern“ wollte.
Der 87-Jährige wirkte zeitlich und örtlich orientiert, es gab keine Anzeichen auf Alkohol- oder Medikamentenkonsum. Es wurde Strafanzeige wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,21% der Gesamtzahl aus, was 1.228 Unfällen entspricht. 334 Unfälle, also 0,6%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 88,42% oder 49.199 Unfälle. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








