Am Samstag wurden vier eritreische Staatsangehörige erneut beim Versuch der unerlaubten Einreise festgenommen, nachdem sie bereits zuvor gescheitert waren.
Berlin: Illegal Einreise von vier Eritraern gescheitert

Pasewalk / Pomellen (ost)
Am Samstag um 09:35 Uhr wurden in einem Fernreisebus „FLIXBUS“ am ehemaligen GÜG Pomellen BAB11 vier eritreische Staatsangehörige entdeckt. Keiner der Personen hatte Reisepässe oder die erforderlichen Aufenthaltstitel für Deutschland. Bei der Erstbefragung und Durchsuchung stellte sich heraus, dass es sich um dieselben vier eritreischen Staatsangehörigen handelte, die bereits am 19.09.2024 um 13:20 Uhr versucht hatten, unerlaubt am Haltepunkt Grambow mit dem RE5358 einzureisen. Beim ersten Versuch zeigten die vier polnische Asylbescheinigungen vor, die jedoch nicht zur Einreise berechtigten. Wie beim ersten Mal wurden sie auch diesmal am ehemaligen GÜG Linken abgewiesen.
Das arbeitsreiche Wochenende, das viele Aufgriffe im Rahmen von Grenzkontrollen und Fahndungsmaßnahmen beinhaltete, führte auch zur Vollstreckung von zwei Haftbefehlen gegen zwei gesuchte Straftäter. Bundespolizisten trafen auf dem Weg zur Arbeit einen 31-jährigen Polen an, der betrunken (1,37 Promille) zu Fuß in der Auffahrt der Bundesautobahn 11 in der Nähe des Bundespolizeireviers Pomellen unterwegs war. Der Mann konnte keine Reisedokumente vorlegen. Die fahndungsmäßige Überprüfung ergab einen Haftbefehl wegen Körperverletzung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg in Höhe von 689,50 EUR oder 60 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe. Da der Pole die Geldstrafe nicht bezahlen konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt nach Neustrelitz gebracht.
Eine 37-jährige Polin hatte mehr Glück. Sie wurde am ehemaligen GÜG Garz an der B110 kontrolliert. Die Überprüfung ergab, dass die Staatsanwaltschaft Potsdam sie wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort zur Festnahme / Strafvollstreckung ausgeschrieben hatte. Sie musste entweder eine Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen verbüßen oder eine Geldstrafe von 1500,00 EUR plus 490,00 EUR an Kosten zahlen. Nach Zahlung des Gesamtbetrags von 1990,00 EUR wurde die Person wieder freigelassen.
Ein 39-jähriger Pole, der einen in Polen zugelassenen PKW Audi Q7 fuhr, wurde auf der BAB 11 in Richtung Polen kontrolliert. Bei der Kontrolle wurden in der Ablage der Fahrertür ein griffbereites Einhandmesser und ein Schraubglas mit 20 Tabletten gefunden. Im Kofferraum wurde ein Schlagring entdeckt. Die Tabletten stellten sich bei einem Drogentest als Amphetamine heraus. Der Drogentest beim Fahrer war jedoch negativ. Es wurden Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz erstattet.
Ein weiterer Pole wurde beobachtet, wie er mit überhöhter Geschwindigkeit die rechte Fahrbahnbegrenzung (Leitplanke) am GÜG Pomellen streifte. Er fuhr in Schlangenlinien und überfuhr den 12 cm hohen Kantstein der rechten Fahrbahnbegrenzung mit dem rechten Vorderrad, bevor er nach einem Lenkmanöver auf der linken Seite zum Stehen kam. Während der Kontrolle zeigte sich der Fahrer nervös. Ein freiwilliger Atemalkoholtest war negativ, aber ein Drogentest ergab ein positives Ergebnis auf Amphetamine. Der 43-jährige, der ohne Führerschein unterwegs war, wurde der Landespolizei übergeben und nach einer Blutentnahme wurde er in das Fahrzeug eines Bekannten überführt.
Ein 38-jähriger Pole wurde am Samstag in Pomellen kontrolliert und stand unter dem Einfluss von 1,07 Promille Alkohol. Auch er wurde an die Landespolizei übergeben.
Eine 36-jährige Polin muss sich wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und das Konsumcannabisgesetz verantworten. Sie wurde als Mitreisende in einem polnisch zugelassenen Fahrzeug in Pomellen kontrolliert und war als Zeugin zur Aufenthaltsermittlung durch die Staatsanwaltschaft Hagen ausgeschrieben. Bei der Durchsuchung wurden Cannabis, ein Joint, weißes Pulver, eine Axt und zwei Messer gefunden. Die Drogen sowie die Messer und die Axt wurden beschlagnahmt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2021/2022
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 8728 Fälle erfasst, wovon 8304 gelöst wurden. Es gab insgesamt 6776 Verdächtige, darunter 5675 Männer und 1101 Frauen. 647 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2022 sank die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 8223, wovon 7758 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen reduzierte sich auf 6598, darunter 5556 Männer und 1042 Frauen. 713 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 70510 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.728 | 8.223 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 8.304 | 7.758 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.776 | 6.598 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.675 | 5.556 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.101 | 1.042 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 647 | 713 |
Quelle: Bundeskriminalamt








