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Betrugsmaschen im Landkreis Vorpommern-Greifswald

Die Polizei warnt vor verschiedenen Betrügereien, darunter Anlagebetrug und nicht geliefertes Heizöl, und gibt Tipps zum Schutz vor Betrug.

Foto: unsplash

Vorpommern-Greifswald (ost)

In den vergangenen Tagen wurden den Behörden im Landkreis Vorpommern-Greifswald mehrere Betrugsfälle gemeldet.

Ein 76-jähriger Deutscher aus dem Kreis wandte sich am Dienstag, dem 28. Oktober 2025, an die Polizei und gab an, Opfer eines Anlagebetrugs geworden zu sein. Vor einigen Wochen hatte er Informationen über KI-Trading gesucht und war auf eine betrügerische Website gestoßen, die Gewinne durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz versprach. Ein persönlicher Berater wurde dem Geschädigten zugeteilt, der ihm mitteilte, dass er zunächst 250 Euro für die Erstellung eines Tradingprofils zahlen müsse. Nach der Zahlung wurde ihm vorgegaukelt, dass sein Geld bereits Gewinne erzielt hätte. Daraufhin investierte der 76-Jährige weitere 20.000 Euro. Als das Geld jedoch auch Tage später nicht auf seinem Trading-Konto erschien und der vermeintliche Gewinn nicht auszahlbar war, entschloss er sich, den Betrug bei der Polizei anzuzeigen.

Am gestrigen Mittwoch, dem 29. Oktober 2025, erschien ein 37-jähriger Deutscher in einer Polizeistation und berichtete, dass er vor zwei Wochen im Internet auf eine Website gestoßen sei, die Heizöl verkaufte. Er bestellte und bezahlte 2.000 Liter Heizöl im Wert von etwa 1.400 Euro. Trotz vereinbartem Liefertermin wurde das Heizöl nicht geliefert, und der Kontakt zu den Verkäufern war nicht möglich.

Kriminelle versuchen immer wieder, Menschen im Internet oder am Telefon mit verschiedenen, manchmal an die Jahreszeiten angepassten Betrugsversuchen hereinzulegen.

Um sich zu schützen, sollten Sie:

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, von denen 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der registrierten Fälle auf 818, wobei 409 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, wobei 244 Männer, 150 Frauen und 40 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 919 818
Anzahl der aufgeklärten Fälle 382 409
Anzahl der Verdächtigen 328 394
Anzahl der männlichen Verdächtigen 209 244
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 119 150
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 40 40

Quelle: Bundeskriminalamt

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