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Binz: Live-Übertragung und Straftatbestand

Ein 41-jähriger Mann wurde beim Springen vor Autos mit einer Actionkamera erwischt. Trotz Aufforderung, das Filmen zu beenden, behauptete er, live zu senden. Nun wird gegen ihn wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

Foto: unsplash

Binz (ost)

Am Sonntag, dem 30. November 2025, gaben mehrere Informanten gegen 20:00 Uhr der Polizei Bescheid, dass ein Mann am Binzer Klünderberg den Verkehr gefährden würde. Der Verdächtige soll mit einem langen Stock vor Autos gesprungen sein.

Die Beamten identifizierten einen 41-jährigen Deutschen. Der Mann stand auf der Straße und hielt einen etwa 40 cm langen Stab mit einer Actionkamera an der Spitze. Nachdem er aufgefordert wurde, das Filmen einzustellen, erklärte er, dass er live übertrage. Die Kamera wurde daraufhin konfisziert. Der 41-Jährige wird nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr untersucht.

Die Polizei betont, dass Livestreams oder Videos kein gefährliches Verhalten rechtfertigen. Wer andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, sei es für Videos, Fotos oder Live-Streams, macht sich strafbar. Das Betreten der Straße außerhalb sicherer Bereiche ist lebensgefährlich und kann zu schweren Unfällen führen.

Digitale Inhalte sind kein Freifahrtschein für Gesetzesverstöße. Verstöße gegen Verkehrsregeln, das Behinderung von Verkehrsteilnehmern oder riskante Aktionen für Online-Aufnahmen werden konsequent geahndet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% entspricht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Todesopfer, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 55.641
Unfälle mit Personenschaden 4.880
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.228
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 334
Übrige Sachschadensunfälle 49.199
Ortslage – innerorts 3.500
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.320
Ortslage – auf Autobahnen 437
Getötete 57
Schwerverletzte 1.105
Leichtverletzte 5.095

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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