Vier Personen bezahlen Geldstrafen, um Ersatzfreiheitsstrafen zu vermeiden. Ein Deutscher wegen Drogenbesitz, ein Pole wegen Diebstahl und Betrug.
Dessau-Roßlau: Haftbefehle in Pomellen vollstreckt

Pomellen (ost)
Ein 29-jähriger Deutscher war von der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder wegen des illegalen Besitzes von Betäubungsmitteln zur Fahndung ausgeschrieben. Der Mann beglich eine Geldstrafe in Höhe von 2010,00 EUR, eine Restgeldstrafe von 10,00 EUR sowie Verfahrenskosten in Höhe von 91,50 EUR. Dadurch konnte er einer 67-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe entgehen. Zusätzlich gab es eine Fahndung zur Aufenthaltsermittlung durch die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wegen Betrugs.
Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg suchte einen 27-jährigen Polen wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln. Die Geldstrafe betrug hier 500,00 EUR. Außerdem waren noch 96,50 EUR Verfahrenskosten fällig. Bei Nichtzahlung hätte der Mann eine 10-tägige Ersatzfreiheitsstrafe antreten müssen.
Die Staatsanwaltschaft Dessau Roßlau hatte einen 28-jährigen Polen wegen Diebstahls zur Fahndung ausgeschrieben. Der Mann beglich eine Geldstrafe in Höhe von 400,00 EUR sowie Verfahrenskosten von 77,50 EUR und konnte so einer 20-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe entgehen.
Ein 37-jähriger Pole wurde als Mitreisender in einem PKW festgestellt und kontrolliert. Die Überprüfung ergab eine Fahndungsnotierung zur Festnahme/Strafvollstreckung durch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wegen Diebstahls. Der Mann zahlte die geforderte Geldstrafe von 500,00 EUR und Verfahrenskosten von 89,50 EUR. Die Ersatzfreiheitsstrafe hätte in diesem Fall 5 Tage betragen. Bei der Durchsuchung fand man in seiner Jackentasche ca. 1,4g Betäubungsmittel (Methamphetamin, Kokain, Amphetamin, Opiate). Der Drug-Wipe-Test war positiv. Es wurde Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstattet.
Nach Abschluss der grenzpolizeilichen Maßnahmen konnten alle Personen ihre Reise fortsetzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, wovon 7758 gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 6598, darunter 5556 Männer, 1042 Frauen und 713 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 7972 Fälle registriert, von denen 7575 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 6573, darunter 5585 Männer, 988 Frauen und 875 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.223 | 7.972 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.758 | 7.575 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.598 | 6.573 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.556 | 5.585 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.042 | 988 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 713 | 875 |
Quelle: Bundeskriminalamt








