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Dierkow: Flucht vor Verkehrskontrollen am Wochenende

Zwei Fahrer ohne Fahrerlaubnis versuchten sich der Polizei zu entziehen und wurden gestellt. Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahren ohne Fahrerlaubnis wurden eingeleitet.

Foto: Depositphotos

Güstrow/Rostock (ost)

Am Samstagmorgen versuchte ein 44-jähriger Deutscher, einer Verkehrskontrolle in der Gegend von Jördenstorf zu entkommen und blieb schließlich im Schnee stecken. Kurz darauf wurde er von der Polizei gestellt und kontrolliert.

Ein Streifenwagen des Polizeireviers Teterow fuhr gegen 10:15 Uhr durch Jördenstorf, als er in der Groß Wüstenfelder Straße einen Opel im Gegenverkehr sah. Der Fahrer, ein 44-jähriger Deutscher, war den Beamten bereits aus früheren Vorfällen bekannt und hatte keine gültige Fahrerlaubnis. Daraufhin beschloss die Polizei, umzudrehen und den Fahrer zu kontrollieren.

Trotz des Anhaltesignals hielt der Opel-Fahrer nicht an und versuchte zunächst, der Kontrolle zu entkommen. Dabei bog er nach links in die Straße „An der Tränke“ ab, fast kollidierte er mit einem entgegenkommenden Auto. Dann setzte der Flüchtige seine Fahrt über einen Feldweg in Richtung Pohnstorf fort. Kurz darauf blieb der 44-Jährige in einer Schneewehe stecken.

Sowohl der Fahrer als auch seine 38-jährige Beifahrerin versuchten daraufhin zu Fuß zu fliehen, wurden aber von der Polizei gestellt und kontrolliert. Bei dem 44-Jährigen stellten die Beamten körperliche Auffälligkeiten fest, die den Verdacht nahelegten, dass er unter dem Einfluss von Drogen stehen könnte. Eine Blutprobe wurde angeordnet und durchgeführt.

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen gegen beide Insassen des Fahrzeugs aufgenommen. Dem 44-Jährigen wird Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen. Die 38-jährige Deutsche wird beschuldigt, dem Mann ihr Auto überlassen zu haben.

Am Samstagabend versuchte auch ein 32-jähriger Deutscher im Stadtgebiet Rostock, einer Verkehrskontrolle zu entkommen. Polizisten wollten den Mann gegen 23:00 Uhr im Bereich des Rostocker Stadthafens aufgrund seiner auffälligen Fahrweise kontrollieren. Anstatt anzuhalten, beschleunigte er sein Auto und entkam der Maßnahme durch Flucht.

Der von ihm gefahrene Mercedes-Benz wurde später in Dierkow gefunden und für forensische Untersuchungen sichergestellt.

Am darauffolgenden Sonntagmorgen erschien der mutmaßliche Fahrer im Polizeirevier Dierkow und fragte nach dem Verbleib seines Autos. Der 32-Jährige gestand auch den Grund für seine Flucht ein: Aufgrund eines früheren Verkehrsunfalls, bei dem er sich unerlaubt vom Unfallort entfernt hatte, war ihm damals der Führerschein entzogen worden.

Gegen den 32-jährigen Deutschen wurden Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Verdachts auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen eingeleitet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon entfallen 4.880 Unfälle auf Personenschäden, was 8,77% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sind mit 334 Fällen oder 0,6% vertreten. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 49.199, was 88,42% aller Unfälle ausmacht. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Bei den Verkehrsunfällen gab es insgesamt 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 55.641
Unfälle mit Personenschaden 4.880
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.228
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 334
Übrige Sachschadensunfälle 49.199
Ortslage – innerorts 3.500
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.320
Ortslage – auf Autobahnen 437
Getötete 57
Schwerverletzte 1.105
Leichtverletzte 5.095

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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