Beamte kontrollierten eine 16-jährige E-Scooter-Fahrerin unter Alkoholeinfluss. 65 Verkehrsunfälle mit E-Scootern seit 2022 zeigen die Relevanz des Themas.
E-Scooter und Alkohol: Polizei sensibilisiert für unterschätzte Gefahren

Stralsund/Bergen (ost)
Während ihrer Streifenarbeit kontrollierten Beamte des Polizeihauptreviers Bergen am Donnerstagabend, dem 24. September 2026, gegen 20:45 Uhr eine E-Scooter-Fahrerin im Bereich Bergen.
Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass die 16-jährige deutsche Jugendliche alkoholisiert war. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp 0,8 Promille.
Für Fahranfänger und Personen unter 21 Jahren gilt im Straßenverkehr ein absolutes Alkoholverbot, die sogenannte 0,0-Promille-Grenze. Die Jugendliche muss sich daher gemäß § 24c des Straßenverkehrsgesetzes verantworten.
Die Polizei nutzt diesen Fall, um auf die speziellen rechtlichen und tatsächlichen Risiken im Zusammenhang mit E-Scootern hinzuweisen. Denn: Ein E-Scooter wird rechtlich nicht als Fahrrad oder gewöhnlicher Tretroller betrachtet, sondern als Kraftfahrzeug. Daher gelten für das Fahren unter anderem die entsprechenden Vorschriften des Straßenverkehrsgesetzes.
Insbesondere für junge Fahrer können Verstöße weitreichende Folgen haben, die über das aktuelle Verkehrsgeschehen hinausgehen. Verstöße gegen die Alkoholvorschriften für Fahranfänger und unter 21-Jährige können sich auf das Fahrerlaubnisrecht und somit auch auf die spätere Erteilung einer Fahrerlaubnis auswirken.
65 Verkehrsunfälle mit E-Scootern seit 2022 Die Bedeutung des Themas wird auch durch die Verkehrsunfallzahlen im Landkreis Vorpommern-Rügen deutlich. Seit 2022 hat die Polizei insgesamt 65 Verkehrsunfälle mit E-Scootern registriert. Bei 40 dieser Unfälle wurden Personen leicht verletzt, sieben erlitten schwere Verletzungen. Bei einem Unfall kam ein E-Scooter-Fahrer ums Leben.
Auch junge Verkehrsteilnehmer sind in den Unfallstatistiken deutlich vertreten: Bei 27 der insgesamt 65 Unfälle war mindestens eine Person unter 20 Jahre alt beteiligt.
Alkohol und andere berauschende Substanzen spielten ebenfalls eine Rolle. Zehn der registrierten E-Scooter-Unfälle ereigneten sich unter Alkoholeinfluss, vier weitere unter dem Einfluss von Rauschmitteln.
Die Polizei richtet daher insbesondere an junge E-Scooter-Fahrer die Bitte, die Fahrzeuge nicht als “Spielzeug” oder verlängerten Tretroller zu betrachten. E-Scooter sind Teil des öffentlichen Straßenverkehrs und können insbesondere bei höherer Geschwindigkeit oder in Verbindung mit Alkohol zu schweren Verkehrsunfällen führen.
Wer einen E-Scooter lenkt, ist ein Verkehrsteilnehmer – und trägt somit Verantwortung für sich und andere. Alkohol und Drogen haben dabei keinen Platz am Lenker.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 7972 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 7758 auf 7575. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich von 6598 auf 6573, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen von 5556 auf 5585 stieg und der Anteil der weiblichen Verdächtigen von 1042 auf 988 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 713 auf 875. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.223 | 7.972 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.758 | 7.575 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.598 | 6.573 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.556 | 5.585 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.042 | 988 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 713 | 875 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden betrafen 1.228 Fälle, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Bei den Verkehrsunfällen gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








