Die Polizei in Schwerin hat erfolgreich gegen Drogenkriminalität im Bereich Mueßer Holz vorgegangen. Mehrere Festnahmen, Haftbefehle und Sicherstellungen wurden durchgeführt.
Effektive Maßnahmen gegen Drogenkriminalität in Schwerin

Schwerin (ost)
Im Rahmen eines seit mehreren Monaten laufenden Einsatzkonzeptes zur Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität im Bereich Mueßer Holz in Schwerin hat die Polizei zahlreiche offene und verdeckte Maßnahmen durchgeführt. Die Ermittlungen führten bislang zu mehreren Festnahmen, zehn Haftbefehlen sowie zur Sicherstellung von mehr als 10 kg Betäubungsmitteln und von mehr als 6 kg Marihuana zuzüglich höheren Bargeldsummen. Gleichzeitig konnte eine deutliche Beruhigung der Lage festgestellt werden.
Den verstärkten Maßnahmen der Polizei lag eine sich verdichtende Erkenntnislage zugrunde. Neben eigenen polizeilichen Feststellungen gingen Hinweise und auch zunehmende Beschwerden aus der Bevölkerung zu mutmaßlichen Betäubungsmitteldelikten im Bereich „Am Stein“ (Bereich Keplerpassage bis Keplerplatz) ein. Die Polizei reagierte auf das vorliegende Lagebild mit einem umfangreichen Einsatzkonzept, das offene Präsenzmaßnahmen und verdeckte Einsatzmaßnahmen miteinander verknüpfte.
Bereits im April bot ein Tatverdächtiger zivil eingesetzten Polizeikräften offensiv Kokain zum Kauf an. Im Zuge der anschließenden Maßnahmen konnten ein kleineres Depot mit Betäubungsmitteln und ein mutmaßlich dazugehöriger Dealer ermittelt werden. Im Ergebnis wurden zwei Männer vorläufig festgenommen. Gegen beide Personen wurden Haftbefehle erlassen.
Weitere verdeckte Ermittlungen führten im selben Monat zu Erkenntnissen, die mehrere Wohnungsdurchsuchungen ermöglichten. Dabei wurden Betäubungsmittel, verschreibungspflichtige Medikamente, Bargeld und Handys sichergestellt. Auch in diesen Verfahren wurden zwei Haftbefehle über die Staatsanwaltschaft Schwerin erwirkt und vollstreckt.
Ende April gelang der Polizei ein weiterer Treffer gegen die Betäubungsmittelkriminalität. Ausgangspunkt war der Hinweis eines aufmerksamen Bürgers auf eine unberechtigt im Kellerbereich eines Mehrfamilienhauses aufhältige Person. Dieser erwies sich als wertvoll und führte in Verbindung mit dem akribischen Vorgehen der eingesetzten Beamten der Schutzpolizei zu weiterführenden Erkenntnissen. Die anschließende Durchsuchung einer Wohnung führte zur Sicherstellung von einer erheblichen Menge Marihuana. Zwei Beschuldigte befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Die intensive Präsenz der Polizei und die konsequente Verfolgung der Straftaten zeigten in der polizeilichen Lageauswertung bereits im Mai deutliche Auswirkungen. Zudem gingen die zuvor festgestellte Beschwerdelage deutlich zurück. Nach polizeilicher Einschätzung hatte sich die Situation im Stadtteil Mueßer Holz bereits spürbar beruhigt.
Im Juni kontrollierten Einsatzkräfte einen weiteren Tatverdächtigen, der im Zuge der vorangegangenen Ermittlungen als mutmaßlicher Händler im Bereich „Am Stein“ identifiziert worden war. Als die Polizeibeamten den Mann kontrollieren wollten, versuchte dieser zu flüchten. Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf und konnten ihn nach einer etwa zwei Kilometer langen Nacheile zu Fuß in einem Wald stellen. Dabei wurden größere Mengen Betäubungsmittel (Kokain, Marihuana, Ecstasy etc.) sichergestellt. Gegen den Beschuldigten wurde Haftbefehl erlassen.
Wenige Tage später führten weitere gewonnenen Erkenntnisse zur Durchsuchung von drei Wohnungen im Stadtteil Großer Dreesch. Dabei wurden erneut Betäubungsmittel sowie Bargeld und Handys sichergestellt. Gegen drei weitere Beschuldigte wurden Haftbefehle erlassen.
Bei den Tatverdächtigen, die in den letzten Monaten bei der Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität ermittelt und gestellt wurden, handelt es sich um Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren mit verschiedenen Nationalitäten, darunter deutsch, tunesisch und algerisch. Die zehn vollstreckten Haftbefehle wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin vom Amtsgericht Schwerin erlassen.
Der Leiter der Polizeiinspektion Schwerin Mattes Pienkoß führt weiter aus: „Durch innovatives und koordiniertes Einschreiten sowie ein Ineinandergreifen von schutz- und kriminalpolizeilichen Maßnahmen konnten polizeiliche Erkenntnisse und Hinweis aus der Bevölkerung in kürzester Zeit in Ermittlungserfolge umgewandelt werden. Wer meint in Schwerin mit Betäubungsmitteln handeln zu können und den öffentlichen Bereich für sich beansprucht, muss weiterhin mit konsequenten Reaktionen der Polizei rechnen. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass unsere Maßnahmen Wirkung gezeigt haben. Unser Ziel bleibt es, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig in allen Stadtteilen zu stärken und Straftaten konsequent zu verfolgen.“
Quelle: Presseportal








