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Elmenhorst/Lichtenhagen: Verkehrsdelikte im Landkreis Rostock

Die Polizei ermittelt nach diversen Verkehrsunfällen und Alkohol am Steuer. Ein Unfallverursacher hatte 1,22 Promille, ein anderer 2,27 Promille.

Foto: Depositphotos

Güstrow/ Landkreis Rostock (ost)

Am Mittwochmorgen ereignete sich um 06:30 Uhr ein Verkehrsunfall mit einer Person, die leicht verletzt wurde, auf der L13 Höhe der BAB20 – Anschlussstelle Bad Doberan. Ein 60-jähriger Fahrer eines Ford Transit kollidierte mit dem VW Polo einer 23-Jährigen. Die 23-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Anstatt anzuhalten, fuhr der Unfallverursacher jedoch weiter und setzte seine Fahrt auf der BAB20 in Richtung Rostock fort. Nach mehreren Zeugenhinweisen konnte er kurz darauf auf der B103 Höhe der Abfahrt Kritzmow gefunden werden. Ein anderer Fahrer hielt ihn an, weil er die schweren Schäden und auffällige Fahrweise des Fahrers bemerkte. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 60-Jährigen einen Wert von 1,22 Promille. Er gab an, am Vorabend drei Biere getrunken zu haben. Eine Blutprobe wurde entnommen, der Führerschein eingezogen und ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrerflucht eingeleitet. Die Kriminalpolizei in Bad Doberan übernimmt die weiteren Ermittlungen.

Ein weiterer Verkehrsunfall aufgrund mangelnder Fahrtauglichkeit ereignete sich gestern Abend in Sievershagen. Um 19:30 Uhr kam es zu einem Unfall zwischen einem Auto und einer Fußgängerin. Ein 85-jähriger Fahrer eines VW fuhr mit seinem Auto den Alt Sievershäger Weg aus Richtung Lichtenhagen Dorf und wollte an der Kreuzung zur Rostocker Straße nach rechts auf die B105 abbiegen. Dabei übersah er eine 24-jährige Fußgängerin, die die Straße an der dafür vorgesehenen Stelle überquerte, und stieß mit ihr zusammen. Die Ampel für Fußgänger und rechtsabbiegende Fahrer zeigte laut Zeugen zum Unfallzeitpunkt „Grün“. Die 24-Jährige wurde leicht verletzt und zur Behandlung in die Uniklinik nach Rostock gebracht. Es besteht der Verdacht, dass der 85-Jährige aufgrund von Medikamenten und körperlichen Einschränkungen nicht fahrtüchtig war. Eine Blutprobe wurde entnommen, der Führerschein eingezogen und Ermittlungen eingeleitet. Die Kriminalpolizei in Bad Doberan übernimmt den Fall.

Der Unfallverursacher berichtete, dass ihm der Zugang zu seinen Fahrzeugen von Familienmitgliedern verwehrt wurde, da sie ihn für nicht mehr fahrtüchtig hielten. Daraufhin mietete er sich ein Fahrzeug, um mobil zu bleiben.

Neben den genannten Unfällen stellten Polizeibeamte im Landkreis Rostock in den letzten 48 Stunden weitere Verkehrsdelikte fest.

Am Mittwochabend um 23 Uhr wurde auf der B104 bei Neu Panstorf ein 57-jähriger Deutscher mit seinem PKW von Beamten des Polizeireviers Teterow erwischt, der keine gültige Fahrerlaubnis hatte und unter Alkoholeinfluss stand (2,27 Promille).

Wenig später, am Donnerstagmorgen um 00:30 Uhr, wurde ebenfalls von der Teterower Polizei in der Güstrower Straße in Teterow ein 40-jähriger Radfahrer mit einem Atemalkoholwert von 1,68 Promille festgestellt.

Heute Morgen um 01:30 Uhr wurde auf der Rostocker Straße in Rövershagen ein 50-jähriger Opel-Fahrer kontrolliert, der einen Atemalkoholwert von 0,66 Promille hatte.

Gegen alle Betroffenen, die alle deutsche Staatsbürger sind, wurde ein entsprechendes Ordnungswidrigkeiten- oder Strafverfahren eingeleitet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die Mehrheit der Unfälle, nämlich 49.199 (88,42%), waren Übrige Sachschadensunfälle. Von den Verkehrsunfällen ereigneten sich 3.500 (6,29%) innerorts, 2.320 (4,17%) außerorts (ohne Autobahnen) und 437 (0,79%) auf Autobahnen. Bei den Unfällen kamen insgesamt 57 Menschen ums Leben, 1.105 wurden schwer verletzt und 5.095 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 55.641
Unfälle mit Personenschaden 4.880
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.228
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 334
Übrige Sachschadensunfälle 49.199
Ortslage – innerorts 3.500
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.320
Ortslage – auf Autobahnen 437
Getötete 57
Schwerverletzte 1.105
Leichtverletzte 5.095

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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