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Erlangen: Betrugsversuch mit Gutscheinkarten im Supermarkt entdeckt

Eine aufmerksame Verkäuferin in Anklam verhinderte einen Betrug, als ein Kunde versuchte, Gutscheinkarten im Wert von 475 Euro zu kaufen.

Foto: unsplash

Anklam (ost)

Am Nachmittag des 14.01.2025 hat eine aufmerksame Angestellte eines Supermarktes in Anklam den ungewöhnlichen Kauf von Gutscheinkarten im Wert von 475 Euro durch einen 60-jährigen Kunden bemerkt. Nachdem sie den Mann angesprochen und zugehört hatte, erkannte sie, dass er möglicherweise Opfer eines Betrugs geworden war. Daraufhin informierte sie sofort die Polizei.

Die ersten Untersuchungen der Polizeibeamten in Anklam enthüllten, dass der 60-jährige Mann Opfer eines sogenannten Tech-Support-Betrugs geworden war. In diesem Fall erhielt der Mann auf seinem Computer eine Warnung, dass er angeblich von Computerviren befallen sei. Gleichzeitig wurde ihm eine Telefonnummer angezeigt, über die er den vermeintlichen Kundensupport kontaktieren sollte.

Die Betrüger am anderen Ende der Leitung gaben sich als Supportmitarbeiter eines bekannten Softwareunternehmens aus. Durch eine Fernwartungssoftware erlangten sie Zugriff auf den Computer des Opfers. Außerdem sagten sie ihm, dass er einen Vertrag über fünf Jahre Virenschutz abschließen könne, wenn er Gutscheinkarten im Wert von 475 Euro in einem Supermarkt kaufe und die Codes dann an die angeblichen Kundendienstmitarbeiter weitergebe.

Dank der aufmerksamen Verkäuferin des Supermarktes, die bei dem versuchten Kauf der Karten misstrauisch wurde, entstand dem 60-jährigen Mann kein finanzieller Schaden. Ob die Betrüger dennoch sensible Daten vom Computer des Mannes erlangen konnten, ist derzeit unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen.

So können Sie sich vor sogenannten Tech-Support-Betrügereien schützen:

Seriöse Unternehmen und IT-Dienstleister nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben, legen Sie einfach auf.

Rufen Sie keine vermeintlichen Kundendienstnummern an, die plötzlich in Pop-up-Fenstern auf Ihrem PC auftauchen. Wenden Sie sich immer über die offiziellen Websites der Softwareunternehmen an den Kundenservice.

Geben Sie niemals private Daten preis, wie zum Beispiel Bankkonten- oder Kreditkartendaten sowie Zugangsdaten zu Kundenkonten.

Erlauben Sie einem unbekannten Anrufer niemals den Zugriff auf Ihren Computer oder PC, zum Beispiel durch die Installation einer Fernwartungssoftware.

Zahlen Sie keine vermeintlichen Virenprogramme oder andere Software mit Gutscheinkarten und geben Sie die Codes der Gutscheinkarten niemals an Unbekannte weiter.

Wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind, trennen Sie sofort Ihren Computer vom Internet und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link:

https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/tech-support-scam-telefonbetrug-erkennen-und-vermeiden/

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, wovon 382 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 328, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, von denen 409 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, wobei 244 Männer, 150 Frauen und 40 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 919 818
Anzahl der aufgeklärten Fälle 382 409
Anzahl der Verdächtigen 328 394
Anzahl der männlichen Verdächtigen 209 244
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 119 150
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 40 40

Quelle: Bundeskriminalamt

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