Eine 84-Jährige wurde Opfer von Betrügern, die sie um mehrere Zehntausend Euro brachten. Die falsche Bankmitarbeiterin nutzte Fernwartungssoftware, um das Konto der Frau zu hacken.
Erlangen: Computerbetrug an 84-Jähriger

Insel Rügen (ost)
Am Freitag, den 8. November 2024, wurde eine 84-jährige Deutsche auf der Insel Rügen mutmaßlich Opfer von Betrügern.
Die Seniorin gab an, dass sie von einer Dame kontaktiert wurde, die behauptete, Mitarbeiterin der Postbank zu sein. Die angebliche Bankangestellte erklärte der Frau, dass ihr Konto gehackt worden sei. Gemeinsam mit der Seniorin richtete die unbekannte Frau dann ein Fernwartungsprogramm aus dem Internet auf ihrem Computer ein. Danach übernahm die Anruferin offenbar die Kontrolle über den Computer der älteren Dame.
Die 84-Jährige informierte daraufhin ihre Hausbank, die das Konto sperrte. Leider waren zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits mehrere Zehntausend Euro von ihrem Konto abgebucht worden.
Die Polizei möchte erneut darauf hinweisen: Falsche Bankangestellte gehen professionell vor und nutzen technologische Mittel, um ihre Opfer zu täuschen. Durch das Vortäuschen eines Notfalls, wie z. B. einem gehackten Konto oder unberechtigten Abbuchungen, setzen die Täter die Opfer unter Druck und erlangen vertrauliche Informationen. Insbesondere die Nutzung von Fernwartungssoftware wurde in letzter Zeit verstärkt für diese Zwecke eingesetzt.
Die folgende Checkliste kann vor Betrug schützen:
Weitere Ratschläge finden Sie unter www.polizei-beratung.de
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 818 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg jedoch von 382 auf 409. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 328 auf 394, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 209 auf 244 und die der weiblichen Verdächtigen von 119 auf 150 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb konstant bei 40. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 919 | 818 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 382 | 409 |
| Anzahl der Verdächtigen | 328 | 394 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 209 | 244 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 119 | 150 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 40 | 40 |
Quelle: Bundeskriminalamt








