Großeinsatz nach Brand mit tragischem Ausgang: Zwei Patienten verstorben, Ursache wird ermittelt.
Feuer im Klinikum Ludwigslust beendet

Ludwigslust (ost)
GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG DER POLIZEIINSPEKTION UND DES LANDKREISES LUDWIGSLUST-PARCHIM
In den frühen Morgenstunden des heutigen Donnerstags (02.07.2026) ist es zu einem Feuer im LUP-Klinikum Helene von Bülow Ludwigslust gekommen, bei dem zwei Patienten verstorben sind. „Die Nachricht macht uns tief betroffen. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen“, sagte Landrat Stefan Sternberg. Eine Person mit Rauchgasvergiftung wurde ins Krankenhaus nach Schwerin gebracht und dort notfallmedizinisch versorgt. Weitere verletzte Personen sind derzeit nicht zu verzeichnen.
Nach ersten Erkenntnissen ist der Brand in einem Patientenzimmer ausgebrochen und griff auf das Obergeschoss des Gebäudes sowie den Dachstuhl über. Aufgrund des schnellen Eingreifens der Feuerwehrkräfte konnte ein Ausbreiten des Brandes verhindert werden. „Unsere Herzkammer des Klinikums wurde getroffen“, sagte Landrat Sternberg weiter. „In dem Gebäudeteil des Krankenhauses befindet sich unser Linksherzkatheter-Messplatz, der aller Voraussicht nach vom Löschwasser beschädigt wurde.“ Das Feuer brach im darüber liegenden Stockwerk im Bereich der Station der Gefäßchirurgie aus. „Wie hoch der Schaden ist, können wir noch nicht beziffern“, so Landrat Sternberg.
Zunächst wurde das komplette Klinikgebäude evakuiert. Zum Zeitpunkt des Brandausbruches befanden sich rund 100 Personen im Krankenhaus, darunter waren 86 Patientinnen und Patienten. „Wir mussten fünf Menschen in unser Schwesterkrankenhaus nach Hagenow umverlegen“, erklärte der Geschäftsführer der LUP-Klinikum gGmbH, Alexander M. Groß.
Stiftspropst Dr. Ulf Harder und Catrin Hollmann-Dreyer vom Vorstand des Stift Bethlehem sind bestürzt über das Leid, dass der Brand im LUP-Klinikum Helene von Bülow verursacht hat: „Wir sprechen den Angehörigen der Verstorbenen und den Verletzten unser tiefes Mitgefühl aus. Gleichzeitig danken wir den Mitarbeitenden des Klinikums und allen Rettungskräften für ihre schnelle und umsichtige Hilfe, die Schlimmeres verhindert hat. Wir hoffen auf eine schnelle Aufklärung der Brandursache.“
Mehr als 100 Einsatzkräfte waren vor Ort; darunter die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Ludwigslust, Techentin, Hornkaten, Kummer, Grabow, Neustadt-Glewe, Strohkirchen, Stolpe sowie der Sanitätszug Ost und der Betreuungszug West. Die Polizei war mit 38 Einsatzkräften vor Ort. „Dieses Ereignis hat erneut gezeigt, wie eng wir in der Blaulicht-Familie zusammenstehen. Mein größter Dank geht an alle Einsatzkräfte und die Kolleginnen und Kollegen im Klinikum. Alle haben geholfen und zusammengestanden, damit es den Patientinnen und Patienten weiterhin gutgeht.“
Nach Abstimmung mit der Rettungsleitstelle Westmecklenburg konnte die Notaufnahme in Ludwigslust gegen 13.00 Uhr wieder in Betrieb gehen. „Patienten können in unserer Notaufnahme wieder vorstellig werden“, sagte LUP-Kliniken-Geschäftsführer Gross. Einzig der Bereich Herzkatheter bleibt zunächst außer Betrieb. Die Facharztpraxen sind weiterhin erreichbar, auch die Radiologie.
Die Polizei hat die Brandursachenermittlung um 14:30 Uhr abgeschlossen. Parallel dazu laufen erste Sicherungsarbeiten am Dachstuhl. Ein Notdach soll mit einer regionalen Gerüstbaufirma errichtet werden.
Quelle: Presseportal








