Beamte stoppen PKW mit Anhänger in Greifswald. Überladung von 156% des Anhängers und 174% der Anhängelast. Bußgeld von 352,50EUR droht.
Flensburg: Überladung bei Verkehrskontrolle entdeckt

Grimmnen (ost)
Am vergangenen Mittwoch (08. April 2026) haben Beamte der speziellen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Grimmen gegen 10:15 Uhr in Greifswald ein Gespann aus PKW und Anhänger entdeckt. Der Anhänger war bis zum Rand mit Mutterboden beladen. Es schien, als ob das erlaubte Gesamtgewicht überschritten wurde, daher beschlossen die Kollegen, eine Verkehrskontrolle in der Loitzer Landstraße durchzuführen.
Der äußere Eindruck täuschte nicht. Eine Kontrollwägung mit den im Streifenwagen mitgeführten Radlastwaagen ergab ein Gesamtgewicht des Anhängers von 1920 kg. Da der Anhänger jedoch maximal 750 kg tragen durfte, ergab sich eine Überladung von 156%.
Aber das war noch nicht alles: das Zugfahrzeug, ein Opel Astra, hatte eine zulässige Anhängelast (ungebremst) von maximal 700 kg. Dementsprechend ergab sich zusätzlich eine Überschreitung der Anhängelast um 174%.
Dem 61-jährigen Fahrer aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald wurde vor Ort die Weiterfahrt untersagt. Nach Absprache mit einem Vertreter des Unternehmens, auf dessen Gelände die Verkehrskontrolle stattfand, durfte der Betroffene den überschüssigen Mutterboden vorübergehend dort abladen und später wieder abholen.
Gemäß dem Bußgeldkatalog handelt es sich hier um eine Ordnungswidrigkeit, die mit insgesamt 352,50EUR bestraft wird. Neben dem Bußgeld muss der Betroffene außerdem mit mindestens einem Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg rechnen.
Hinweis der Polizei:
Vor allem zu Beginn der Gartensaison kommt es häufig vor, dass Mutterboden, Grünschnitt oder Baumaterialien mit Anhängern transportiert werden. Die Polizei weist darauf hin, dass vor Fahrtantritt immer das erlaubte Gesamtgewicht des Anhängers sowie die maximal erlaubte Anhängelast des Zugfahrzeugs beachtet werden sollte. Diese Informationen finden sich in den Fahrzeugpapieren oder auf dem Typenschild des Anhängers.
Eine Überladung kann das Fahrverhalten erheblich beeinträchtigen, den Bremsweg verlängern und somit ein erhebliches Sicherheitsrisiko für alle Verkehrsteilnehmer darstellen. Außerdem drohen empfindliche Bußgelder und Punkte im Fahreignungsregister.
Im Zweifelsfall ist es ratsam, mehrere Fahrten zu planen oder größere Mengen mit geeigneten Transportfahrzeugen liefern zu lassen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% entspricht. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Es gab insgesamt 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








