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Fortführung der Verkehrskontrollen: Ablenkung und Rückhalteeinrichtungen

Die Landespolizei MV setzt im März auf Ablenkung und Rückhalteeinrichtungen. Verstöße gegen die Gurtpflicht bleiben trotz technischer Fortschritte ein Problem.

Foto: Depositphotos

Rostock (ost)

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern konzentriert sich im März bei der Verkehrskampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ auf die Themen Ablenkung und Rückhalteeinrichtungen.

Rückhalteeinrichtungen sind oft mit § 21a der Straßenverkehrsordnung oder umgangssprachlich der Gurtpflicht verbunden. Aufgrund technischer Fortschritte ist die Polizei im Allgemeinen mit einem Rückgang der geahndeten Gurtverstöße konfrontiert. Dennoch wurden im letzten Jahr landesweit etwa 4.500 Verstöße gegen die Gurtpflicht in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Bei einem Verkehrsunfall ohne angelegten Sicherheitsgurt ist das Verletzungsrisiko erheblich. Vor fast einem Jahr, am 16. März 2023, ereignete sich auf der B 194 zwischen Stavenhagen und Demmin ein schwerer Unfall. Ein 50-jähriger BMW-Fahrer kam von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Er erlag noch am selben Tag seinen schweren Verletzungen. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass er seinen Sicherheitsgurt nicht angelegt hatte.

Im Gegensatz zu Rückhalteeinrichtungen ist Ablenkung im Sinne der Straßenverkehrsordnung etwas breiter definiert. Egal ob im Auto, auf dem Fahrrad oder zu Fuß; mangelnde Konzentration oder die Beschäftigung mit einer anderen Tätigkeit können alle Verkehrsteilnehmer beeinflussen und im schlimmsten Fall zu einem Verkehrsunfall führen. Der Gesetzgeber ist bei Fahrzeugführern etwas genauer, da diese sicherstellen müssen, dass Sicht und Gehör nicht durch Insassen, Tiere, Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.

Zu den klassischen Ablenkungen gehört die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt. Schon das Aufnehmen oder Halten kann ablenkend genug sein. Fahrer sollten daher auf Freisprecheinrichtungen oder Sprachsteuerung zurückgreifen.

Es ist oft schwierig, Ablenkung bei Verkehrsunfällen nachzuweisen, es sei denn, die Polizei hat ein Handy sichergestellt. Aus diesem Grund wird davon ausgegangen, dass die Dunkelziffer an Verstößen hoch ist. Daher ist es für uns als Landespolizei wichtig, das Thema Ablenkung, wie z.B. durch Handys, weiterhin im Blick zu behalten.

Die Verkehrskontrollen werden im gesamten März von allen acht Polizeiinspektionen der beiden Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg fortgesetzt. Die Eröffnungsveranstaltung findet heute in Rostock statt.

Kontakt:

Polizeipräsidium Rostock
Pressestelle
Dörte Lembke, Tobias Gläser
Telefon: 038208 888 2040/ -2041
Fax: 038208 888 2006
E-Mail: pressestelle-pp.rostock@polizei.mv-regierung.de
http://www.polizei.mvnet.de
https://twitter.com/polizei_pp_ros

Rückfragen außerhalb der Bürozeiten und am Wochenende:
Polizeipräsidium Rostock
Einsatzleitstelle/Polizeiführer vom Dienst
Telefon: 038208 888 2110
E-Mail: elst-pp.rostock@polmv.de

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2022

Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2022 zeigt insgesamt 53.500 Unfälle. Davon endeten 4.913 Unfälle mit Personenschaden, was 9,18% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,3% aus, was 1.233 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 288 Fällen oder 0,54% vertreten. Die meisten Unfälle (87,97%) waren Sachschadensunfälle, insgesamt 47.066. Innerorts ereigneten sich 31.178 Unfälle (58,28%), außerorts (ohne Autobahnen) 19.742 Unfälle (36,9%) und auf Autobahnen 2.580 Unfälle (4,82%). Bei den Verkehrsunfällen gab es 83 Getötete, 1.266 Schwerverletzte und 4.983 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 53.500
Unfälle mit Personenschaden 4.913
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.233
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 288
Übrige Sachschadensunfälle 47.066
Ortslage – innerorts 31.178
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 19.742
Ortslage – auf Autobahnen 2.580
Getötete 83
Schwerverletzte 1.266
Leichtverletzte 4.983

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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