Die Polizei warnt vor Taschendieben nach Diebstählen im Stadtgebiet. Betroffene bemerkten den Verlust erst beim Bezahlen an der Kasse.
Geldbörsen gestohlen in Schweriner Lebensmittelgeschäften

Schwerin (ost)
Am Donnerstagmorgen gab es in drei Lebensmittelgeschäften im Schweriner Stadtgebiet Diebstähle von Geldbörsen. Betroffen waren Märkte in der Lessingstraße in der Weststadt, der Grabenstraße in Krebsförden sowie der Lärchenallee in Friedrichsthal. Die Vorfälle ereigneten sich laut bisherigen Informationen jeweils zwischen 09:00 Uhr und 10:30 Uhr.
In zwei Fällen wurden die Geldbörsen anscheinend unbemerkt gestohlen. Die beiden Opfer im Alter von 65 und 75 Jahren bemerkten den Verlust erst beim Bezahlen an der Kasse. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten sie ihre Wertsachen während des Einkaufs zeitweise unbeaufsichtigt gelassen.
In einem anderen Fall in einem Lebensmittelgeschäft in der Lärchenallee wurde eine 77-jährige Frau von zwei Männern auf Englisch angesprochen und in ein Gespräch verwickelt. Danach stellte die Seniorin fest, dass ihre Geldbörse fehlte. Die beiden Männer trugen schwarze Arbeitshosen in Form von Latzhosen und waren blond. Einer der Männer wurde als kräftig, der andere als von normaler Statur beschrieben.
Mit der gestohlenen Geldkarte der 77-Jährigen wurde zu einem späteren Zeitpunkt eine Geldabhebung getätigt. Der dadurch entstandene finanzielle Schaden belief sich auf über 1.000 Euro.
Ob es einen Zusammenhang zwischen den drei Diebstählen gibt, wird derzeit ermittelt.
Die Polizei empfiehlt:
Die Polizei bittet Personen, die am Donnerstagmorgen zwischen 09:00 Uhr und 10:30 Uhr in den genannten Lebensmittelgeschäften oder deren unmittelbarem Umfeld verdächtige Personen oder Situationen beobachtet haben, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Schwerin unter der Telefonnummer 0385 5180-2224 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Mecklenburg-Vorpommern stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 542 Fälle registriert, wovon 35 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 39 Verdächtige, darunter 29 Männer und 10 Frauen. 14 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 723, von denen 59 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 71 Verdächtige, darunter 57 Männer und 14 Frauen. 37 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Taschendiebstahlfällen in Deutschland mit 39519 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 542 | 723 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 35 | 59 |
| Anzahl der Verdächtigen | 39 | 71 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 29 | 57 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 10 | 14 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 14 | 37 |
Quelle: Bundeskriminalamt








