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Grambow: Polizeieinsatz nach Bürgerhinweisen

Mehrere Personen ohne Reisedokumente aufgegriffen, Jugendamt lehnt Übernahme ab.

Foto: unsplash

Pasewalk (ost)

Am Sonntag, um etwa 08:50 Uhr, wurden zwei somalische Bürger nach einem Hinweis eines Bürgers in Lebehn aufgegriffen, nachdem sie illegal eingereist waren. Sie konnten keine Reisedokumente vorzeigen und gaben an, zu Fuß gereist zu sein. Beide Personen waren nur spärlich bekleidet. Sie behaupteten, beide seien erst 17 Jahre alt. Das Jugendamt lehnte die Übernahme ab, da die Personen offensichtlich volljährig waren. Beide stellten Schutzersuchen und wurden nach Abschluss der Grenzkontrollmaßnahmen zur Erstaufnahmeeinrichtung in Stern Buchholz weitergeleitet.

Wenig später erhielt die Leitstelle der Bundespolizei in Pasewalk einen weiteren Hinweis eines Bürgers. Zwei Personen mit südländischem Aussehen sollten sich am Bahnhof Grambow aufhalten. Eine Streife der Bundespolizei konnte die gemeldeten Personen nicht mehr vor Ort antreffen. Sie waren inzwischen mit dem Regionalexpress 5354 von Grambow nach Zerrenthin weitergereist. Die Beamten trafen die beiden Personen am Haltepunkt Zerrenthin an. Es handelte sich um einen 17-jährigen afghanischen Staatsbürger und einen 25-jährigen Pakistani ohne Reisedokumente. Beide wurden zur weiteren Bearbeitung zur Bundespolizeiinspektion Pasewalk gebracht. Das Jugendamt Vorpommern Greifswald übernahm den Jugendlichen, während der Pakistani ein Schutzersuchen äußerte und zur Erstaufnahmeeinrichtung in Horst weitergeleitet wurde.

Gegen Mittag wurde ein weiterer Hinweis eines Bürgers gemeldet, dass sich in der Gegend von Schwennenz drei südländisch aussehende Personen aufhalten sollen. Eine Streife der Bundespolizei begab sich sofort in den genannten Bereich, konnte aber keine Personen mehr antreffen. Kurz darauf wurden drei männliche afghanische Staatsangehörige im Alter von 17 bis 25 Jahren am Bahnhof Grambow aufgegriffen. Zwei Personen hatten keinerlei Dokumente, eine Person hatte einen Reisepass. Der 17-jährige Afghane wurde dem Jugendamt übergeben, die beiden anderen Afghanen äußerten Schutzersuchen.

In allen Fällen erfolgte die Schleusung über die Belarus-Route.

Quelle: Presseportal

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