Polizei stoppt riskante Fahrmanöver in Greifswald. Ermittlungen wegen verbotenem Kraftfahrzeugrennen eingeleitet.
Greifswald: Motorradfahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs

Greifswald (ost)
In der Nacht vom heutigen Mittwoch, dem 12. August 2026, haben Polizeibeamte kurz nach Mitternacht während ihrer Streifenfahrt drei Motorradfahrer entdeckt, die offensichtlich mit sehr hoher Geschwindigkeit und eng nebeneinander auf der Hans-Beimler-Straße in Greifswald unterwegs waren.
Kurz darauf wurden die drei Motorradfahrer an der Kreuzung Anklamer Straße/Karl-Liebknecht-Ring mit laufenden Motoren gesichtet. Als sich das Polizeiauto näherte, fuhren die drei Männer erneut mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Südbahnhof davon.
Trotz einer Geschwindigkeit von etwa 110 bis 120 km/h mit dem Streifenwagen vergrößerte sich der Abstand zu den Motorrädern. Die Geschwindigkeit der Motorradfahrer wird daher auf etwa 120 bis 140 km/h geschätzt.
Später fuhren die drei Motorradfahrer sichtbar in Richtung Lomonossowallee und dann auf das Gelände einer Tankstelle. Dort konnten die Beamten die Fahrer anhalten. Ein 25-jähriger deutscher Staatsbürger folgte anfänglich nicht der Aufforderung, von seinem Motorrad abzusteigen, und versuchte, der polizeilichen Maßnahme zu entkommen.
Im Zuge weiterer Maßnahmen wurden die beiden anderen Motorräder von einem anderen Streifenwagen hinter einer Waschanlage entdeckt. Die Fahrer waren ein 20-jähriger und ein 24-jähriger deutscher Staatsbürger. Die Führerscheine des 20- und des 25-Jährigen wurden eingezogen. Der 24-Jährige hatte seinen Führerschein nicht dabei. Allen drei Männern wurde die Weiterfahrt bzw. das Führen von Kraftfahrzeugen untersagt.
Gegen die drei Motorradfahrer wird nun wegen des Verdachts eines illegalen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor solchen Fahrmanövern. Deutlich überhöhte Geschwindigkeiten im Straßenverkehr gefährden nicht nur die Fahrer selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Wer sich auf ein Rennen einlässt, riskiert schwere Unfälle und somit möglicherweise schwerwiegende Konsequenzen für andere Personen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon sind 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel sind mit 334 Fällen oder 0,6% vertreten. Die Mehrheit der Unfälle, nämlich 49.199 Fälle oder 88,42%, sind übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








