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Güstrow/ Landkreis Rostock: Polizei ermittelt nach Bedrohung durch Jugendliche

Am gestrigen Nachmittag bedrohten drei ukrainische Brüder vorbeifahrende Fahrzeuge mit einem waffenähnlichen Gegenstand. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Bedrohung.

Foto: Depositphotos

Güstrow/ Landkreis Rostock (ost)

Gestern Nachmittag gab es gegen 15 Uhr einen Polizeieinsatz in der Eisenbahnstraße in Güstrow. Nach Angaben mehrerer Zeugen hatten sich kurz zuvor etwa drei Jugendliche auf dem Parkplatz eines Supermarktes dort aufgehalten. Die jungen Männer sollen außerdem einen Gegenstand ähnlich einer Waffe bei sich gehabt und auf vorbeifahrende Fahrzeuge gezielt haben. Als die örtliche Polizei eintraf, konnten die betroffenen Personen identifiziert und kontrolliert werden. Es handelte sich um drei ukrainische Brüder im Alter von 12, 15 und 16 Jahren. Trotz anschließender Durchsuchungen und Suche in der Umgebung wurde der waffenähnliche Gegenstand nicht gefunden. Die Polizei ermittelt nun aufgrund der Zeugenaussagen wegen des Verdachts der Bedrohung.

Bei einer Überprüfung stellte sich heraus, dass der 12-Jährige derzeit als vermisst aus einer Jugendeinrichtung gemeldet war. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er dem zuständigen Jugendamt übergeben.

Später am Abend gegen 23 Uhr wurde der 12-Jährige erneut von Polizisten im Bereich des Güstrower Bahnhofs gefunden. In einem mitgeführten Beutel wurde eine schwarze Spielzeugpistole entdeckt. Ob diese mit dem Bedrohungsfall vom Nachmittag zusammenhängt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Mordraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle registriert, wovon 36 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 34, darunter 30 Männer, 4 Frauen und 6 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der Mordfälle auf 23, wobei alle Fälle aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 26 Verdächtige, davon 23 Männer, 3 Frauen und 5 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 39 23
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36 23
Anzahl der Verdächtigen 34 26
Anzahl der männlichen Verdächtigen 30 23
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4 3
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6 5

Quelle: Bundeskriminalamt

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