Die Polizei in Güstrow ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung nach einem Vorfall am Bahnhofsplatz. Ein alkoholisierter Mann wurde von einer Gruppe angegriffen, verletzt und beraubt.
Güstrow: Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

Güstrow/Landkreis Rostock (ost)
Die Polizei in Güstrow führt derzeit Ermittlungen wegen des Verdachts auf eine gefährliche Körperverletzung vom gestrigen Abend in der Speicherstraße durch. Nach Zeugenaussagen war ein 41-jähriger Deutscher am Dienstagabend zunächst mit zwei Bekannten am Bahnhofsplatz. Als der Güstrower kurz nach 22 Uhr zu Fuß in Richtung Speicherstraße gehen wollte, wurde er von einer fünfköpfigen Gruppe verfolgt, die sich zuvor ebenfalls am Bahnhofsplatz aufgehalten hatte. Um einer befürchteten Attacke der Gruppe zu entkommen, entschied sich der zudem betrunkene 41-Jährige (2,06 Promille) wegzulaufen, rutschte jedoch aus und stürzte in der Nähe eines Fußgängerüberweges. Als die fünf Personen ihn eingeholt hatten, soll mindestens einer von ihnen mit dem Schuh gegen seinen Kopf getreten haben, als er am Boden lag. Danach soll das Mobiltelefon des 41-Jährigen, das sich ebenfalls auf dem Boden befand, von einer der unbekannten Personen aufgenommen worden sein. Als die informierten Einsatzkräfte des Polizeihauptreviers Güstrow eintrafen, hatte sich die Gruppe zu Fuß entfernt und konnte später nicht mehr von der Polizei gefunden werden.
Der 41-Jährige erlitt leichte Schürfwunden durch den Sturz und verspürte Schmerzen durch den Tritt. Er lehnte jedoch eine medizinische Behandlung vor Ort ab. Das besagte Mobiltelefon wurde von den Tätern in unmittelbarer Nähe auf eine Rasenfläche geworfen.
Der angegriffene Güstrower gab an, dass es bereits am Vortag zu verbalen Auseinandersetzungen mit derselben Gruppe gekommen sei. Das Alter der Beteiligten wurde auf 17 bis 20 Jahre geschätzt. Einer der Personen soll eine weiße Hose und einen hellen Pullover unter einer schwarzen Jacke getragen haben. Die weiteren Ermittlungen zu diesem Fall sind im Gange.
Wenn es weitere Zeugen gibt, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall oder zu den Tatverdächtigen machen können, werden sie gebeten, sich unter der Rufnummer 03843 – 2660 bei der örtlichen Polizei zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Mordraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle registriert, wovon 36 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 34 Verdächtige, darunter 30 Männer, 4 Frauen und 6 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 23, wobei alle Fälle gelöst wurden. Es wurden 26 Verdächtige identifiziert, darunter 23 Männer, 3 Frauen und 5 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 39 | 23 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 23 |
| Anzahl der Verdächtigen | 34 | 26 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 30 | 23 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 4 | 3 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 6 | 5 |
Quelle: Bundeskriminalamt








