Zwei Fahrzeuge nach Kollision nicht mehr fahrbereit, vier Personen verletzt. Polizei leitet Strafverfahren ein.
Güstrow: Unfall bei Krakow am See, Zwei Fahrzeuge nicht fahrbereit

Krakow am See (ost)
Um etwa 17:20 Uhr am Sonntag ereignete sich in der Gegend von Charlottenthal in der Nähe von Krakow am See ein Verkehrsunfall, bei dem zwei Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit waren und vier Personen leicht verletzt wurden. Nach aktuellen Informationen fuhr der 45-jährige Fahrer eines VW Touran auf der Dorfplatzstraße in Charlottenthal bei Krakow am See. Von dort bog der VW-Fahrer auf die L 37 in Richtung Groß Grabow ab. Zur gleichen Zeit kam aus Richtung Groß Grabow der 25-jährige Fahrer eines Audi A6 in Richtung Charlottenthal. Kurz vor der Ausfahrt zum Dorfplatz kam der Audi-Fahrer von seiner Spur ab und kollidierte frontal mit dem VW. Sowohl der 25-jährige Audi-Fahrer als auch die Insassen im Alter von 17, 45 und 45 Jahren im VW erlitten leichte Verletzungen bei dem Unfall. Aufgrund des Unfalls verteilten sich die Fahrzeugteile über die gesamte Fahrbahnbreite, was eine Vollsperrung der L 37 erforderlich machte. Rettungswagen führten an der Unfallstelle Erste-Hilfe-Maßnahmen bei den Verletzten durch und brachten sie dann zur weiteren Untersuchung ins Klinikum nach Güstrow. Gegen 18:40 Uhr konnte die Fahrbahn wieder einspurig freigegeben und der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Bei der Überprüfung der Fahrtüchtigkeit der Autofahrer bemerkten die Beamten an der Unfallstelle Alkoholgeruch beim 25-jährigen Audi-Fahrer. Er lehnte einen freiwilligen Atemalkoholtest ab, gab jedoch den Konsum alkoholischer Getränke zu. Anschließend wurde eine Blutprobe im Güstrower Klinikum entnommen. Bei der Überprüfung der Fahrerlaubnisdaten stellten die Beamten fest, dass der 25-Jährige bis Mitte 2026 eine eingetragene Sperrfrist hatte und daher ohne Fahrerlaubnis unterwegs war. Die Führerscheinstelle wurde darüber informiert. Gegen den Audi-Fahrer wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Verursachens eines Unfalls unter Alkoholeinfluss eingeleitet. Der Sachschaden des Unfalls wird auf 30.000 Euro geschätzt. Da beide Fahrzeuge anschließend nicht mehr fahrbereit waren, mussten sie geborgen werden. Die Maßnahmen an der Unfallstelle waren gegen 21:30 Uhr abgeschlossen.
André Falke
Erster Polizeihauptkommissar, Polizeiführer vom Dienst
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle in Mecklenburg-Vorpommern. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 334 Fällen, also 0,6%, vergleichsweise selten. Die meisten Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle mit 49.199 Fällen, was 88,42% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








