Die Polizei setzt Schwerpunkt auf sicheres Überholen und gewerblichen Verkehr. Landesweit wurden 1127 Unfälle auf fehlerhaftes Überholen zurückgeführt, neun Menschen verloren dabei ihr Leben.
Güstrow: Verkehrskontrollen im Februar

Rostock/Neubrandenburg (ost)
Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern setzt ihre landesweite Verkehrssicherheitskampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN“ fort. Ab heute liegt der Fokus auf zwei besonders unfallträchtigen Themen: gefährliches Überholen sowie gewerblicher Güter- und Personenverkehr.
Fehler beim Überholen sind weiterhin eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle im Land. Im letzten Jahr wurden landesweit 1127 Unfälle auf fehlerhaftes Überholen zurückgeführt (558 im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock, 569 im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg). Neun Menschen verloren dabei ihr Leben, 66 Personen wurden schwer und 189 leicht verletzt.
Beispielsweise kam es Ende Januar 2025 zwischen Neu Kaliß und Malliß zu einem tödlichen Verkehrsunfall, als eine 62-jährige Fahrzeugführerin trotz Verbot einen anderen Pkw auf der B 191 überholte. Dabei kollidierte die Frau frontal mit einer entgegenkommenden Sattelzugmaschine und verstarb noch am Unfallort.
Im Mai 2025 ereignete sich auf der B 96 ein schwerwiegender Unfall. Zwischen Neustrelitz und dem Abzweig Godendorf setzte eine 33-jährige Fahrzeugführerin zu einem Überholvorgang kurz vor einer Bergkuppe an. Ihr Auto stieß daraufhin mit einem anderen Fahrzeug zusammen. Drei Personen wurden schwer verletzt, ein Säugling verstarb noch am Unfallort.
Ein weiterer Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf dem gewerblichen Straßenverkehr. Die Polizei überwacht insbesondere die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten, die ordnungsgemäße Beladung von Fahrzeugen sowie das Sonntagsfahrverbot.
Die acht Polizeiinspektionen der Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg führen den gesamten Februar über verstärkte stationäre und mobile Kontrollen durch. Der offizielle Start der Schwerpunktaktionen findet im Bereich der Polizeiinspektion Güstrow statt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 55.641 Verkehrsunfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,21% aus, was 1.228 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 0,6% aus, was 334 Unfällen entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle machten den Großteil mit 88,42% aus, was 49.199 Unfällen entspricht. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








