Zwei schwere Unfälle mit Fußgängerin und Radfahrerin, Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Güstrow: Vorfahrtverstöße verursachen Verkehrsunfälle im Landkreis Rostock

Kühlungsborn/Güstrow/Landkreis Rostock (ost)
Gestern gab es zwei gemeldete Verkehrsunfälle im Landkreis Rostock, bei denen Personen schwer verletzt wurden.
In Kühlungsborn versuchte eine 77-jährige Fußgängerin gegen 10:45 Uhr die Strandstraße an der Einmündung zur Ulmenstraße zu überqueren. Zu dieser Zeit stand eine 81-jährige Fahrerin mit ihrem Nissan an der Einmündung, um wahrscheinlich auf die Strandstraße abzubiegen. Als das Fahrzeug stoppte, betrat die Fußgängerin die Straße, um sie zu überqueren. Plötzlich fuhr das Fahrzeug jedoch an und erfasste die Fußgängerin. Die 77-Jährige erlitt schwere Verletzungen und musste zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Rostocker Krankenhaus gebracht werden.
Um 12:20 Uhr kollidierten ein 68-jähriger Dacia-Fahrer und eine 80-jährige Radfahrerin in Güstrow. Nach bisherigen Informationen fuhr der 68-Jährige zunächst den Sankt-Jürgens-Weg entlang und wollte dann auf die Schwaaner Straße abbiegen. Dabei übersah er eine von rechts kommende Radfahrerin, die den Geh- und Radweg aus dem Bredentiner Weg kommend in Richtung Bahnhof befuhr, und stieß mit ihr zusammen. Die Frau zog sich bei dem Unfall ebenfalls schwere Verletzungen zu und wurde schließlich mit dem Rettungshubschrauber in die Rostocker Uniklinik geflogen.
Die jeweiligen Sachschäden an den Fahrzeugen beliefen sich auf etwa einige hundert Euro.
In beiden Fällen ermittelt die Polizei nun wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% aller Unfälle entspricht. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








