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Hagenow: Frau um über 100.000 Euro betrogen

Ein falscher Bankmitarbeiter erschlich sich das Vertrauen der Frau und buchte über 100.000 Euro ab. Die Polizei warnt vor der Weitergabe sensibler Daten am Telefon.

Foto: Depositphotos

Hagenow (ost)

Am Donnerstag wurde eine Frau aus Hagenow um mehr als 100.000 Euro von einem falschen Bankangestellten betrogen. Der Betrüger kontaktierte die Frau zunächst telefonisch und gewann ihr Vertrauen hauptsächlich durch die Angabe ihrer persönlichen Daten. Er behauptete, dass es einen Cyber-Angriff auf ihre Girokonten gegeben habe, weshalb ihr Handy und der Zugang zur Banking-App neu konfiguriert werden müssten. Da der Anrufer einen seriösen Eindruck machte und die Frau keinen Verdacht schöpfte, folgte sie den Anweisungen und gab den Betrügern so Zugang zu ihren Girokonten. Als die Frau auch nach einer vermeintlichen Bearbeitungszeit keinen Zugriff auf ihre Banking-App erlangen konnte, wandte sie sich am Samstag an einen Bankmitarbeiter, der mehrere unbefugte Abbuchungen von ihren Konten feststellte. Insgesamt wurden über 100.000 Euro abgebucht. Es ist unklar, ob das Geld von der Bank zurückerstattet werden kann.

Um sich vor solchen Betrugsversuchen zu schützen, empfiehlt die Polizei erneut, sensible persönliche Daten wie Personalausweisinformationen, Kontoverbindungen, Daten von Geld- und Kreditkarten, PIN- und TAN-Nummern sowie Zugangsdaten niemals telefonisch weiterzugeben.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, wovon 382 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 328, wobei 209 männliche und 119 weibliche Verdächtige waren. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle von Cyberkriminalität gemeldet, wovon 409 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, wobei 244 männliche und 150 weibliche Verdächtige waren. Interessanterweise blieb die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen konstant bei 40. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Fällen von Cyberkriminalität in Deutschland mit 22.125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 919 818
Anzahl der aufgeklärten Fälle 382 409
Anzahl der Verdächtigen 328 394
Anzahl der männlichen Verdächtigen 209 244
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 119 150
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 40 40

Quelle: Bundeskriminalamt

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