Mann in Hagenow von Jugendlichen niedergeschlagen. Polizei ermittelt wegen versuchter räuberischer Erpressung, leichte Verletzungen, alle Beteiligten deutsch.
Hagenow: Verabredung endet in Hinterhalt

Hagenow (ost)
In Hagenow wurde ein Mann in der Nacht zum Freitag von einer Gruppe Jugendlicher in eine Falle gelockt und körperlich angegriffen.
Der 35-jährige Mann gab an, dass er am Abend über soziale Medien eine angeblich 18-jährige Frau aus Hagenow kennengelernt hatte und sich zu einem Treffen in der Nacht auf einem Parkplatz im Kießender Ring verabredet hatte.
Nachdem der 35-Jährige gegen 01:00 Uhr am Treffpunkt aus seinem Auto ausstieg, wurde er stattdessen von vier Jugendlichen empfangen, die ihn plötzlich mit Schlägen und Tritten attackierten. Sie sollen auch Geld vom Opfer gefordert haben, das er jedoch nicht übergab.
Anwohner, die den Vorfall mitbekommen hatten, alarmierten sofort die Polizei. Die Beamten konnten in der Nähe des Tatorts drei Jugendliche festnehmen, die als Verdächtige in Frage kamen und später vom Opfer identifiziert wurden. Zudem konnte die zuvor genutzte Handynummer dem vierten Jugendlichen zugeordnet werden.
Gegen die männlichen Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren wird nun wegen versuchter räuberischer Erpressung ermittelt. Zudem wurden bei dem Angriff die Brille und das Handy des Opfers beschädigt. Der Mann erlitt leichte Verletzungen im Gesicht, an der Hand und am Knie. Eine medizinische Behandlung vor Ort war nicht erforderlich.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Jugendlichen ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Alle beteiligten Personen sind deutsche Staatsbürger.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Mecklenburg-Vorpommern stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 540 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 657 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 380 im Jahr 2022 auf 484 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 475 im Jahr 2022 auf 600 im Jahr 2023. Davon waren 436 männlich, 39 weiblich und 113 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland mit 12.625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 540 | 657 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 380 | 484 |
| Anzahl der Verdächtigen | 475 | 600 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 436 | 556 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 39 | 44 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 113 | 189 |
Quelle: Bundeskriminalamt








