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Hansaviertel: Telefonbetrug an Rostocker Ehepaar

Ein vermeintlicher Arzt erschlich sich 40.000 Euro von einem älteren Ehepaar unter dem Vorwand, ihr Sohn sei schwer krank und benötige teure Medikamente aus dem Ausland.

Foto: unsplash

Rostock (ost)

Am 04. Mai 2026 ereignete sich in Rostock ein Betrugsfall zum Nachteil eines älteren Ehepaares. Zuvor hatten Betrüger versucht, mit demselben Trick eine 82-jährige Frau aus Brinckmansdorf zu täuschen, waren aber erfolglos geblieben.

Um 16:00 Uhr erhielt das Opfer einen Anruf von einem unbekannten Täter, der sich als Arzt eines nahegelegenen Krankenhauses ausgab. Er behauptete, der Sohn des Paares sei schwer krank und benötige dringend teure Medikamente aus dem Ausland. Um die Geschichte glaubwürdig erscheinen zu lassen, erwähnte der angebliche Arzt, dass auch die Schwiegertochter im Krankenhaus sei und überfordert mit der Situation. Unter dem Eindruck dieser Aussagen stimmten die 73-jährige Frau und ihr 87-jähriger Ehemann der geforderten Zahlung zu.

Zwischen 18:45 Uhr und 19:00 Uhr übergab die Geschädigte die Summe von etwa 40.000 Euro an einen unbekannten Mann in der Graf-Lippe-Straße im Hansaviertel. Der Geldabholer, der zu Fuß von der Parkstraße zur Örtlichkeit kam, wurde wie folgt beschrieben:

Erst nach der Geldübergabe nahm das Ehepaar Kontakt zu ihrer tatsächlichen Schwiegertochter über ihre bekannte Telefonnummer auf. Diese informierte sie darüber, dass der Sohn gesund und nicht im Krankenhaus sei. Dadurch wurde den Opfern bewusst, dass sie einem Betrug zum Opfer gefallen waren, und sie verständigten die Polizei. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Die Polizei warnt dringend:

Betrüger nutzen Schockanrufe gezielt in emotionalen Ausnahmesituationen, um ihre Opfer unter Druck zu setzen. Oft wird eine angebliche Notlage eines nahen Angehörigen vorgetäuscht, um Geld zu erpressen.

Daher empfiehlt die Polizei:

Seien Sie skeptisch bei unerwarteten Anrufen mit Geldforderungen. Beenden Sie das Gespräch und kontaktieren Sie Ihre Angehörigen unter den bekannten Telefonnummern. Ziehen Sie im Zweifelsfall immer die Polizei hinzu – rufen Sie die Notrufnummer 110 an.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Vorfalls geben können, möglicherweise sogar den Mann gesehen haben, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Rostock (Tel. 03814916-1616), bei jeder anderen Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.mvnet.de zu melden.

Quelle: Presseportal

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