Ein betrunkenen Autofahrer verursachte einen Unfall auf der Kreuzung B109 und B111. Er flüchtete, wurde aber von einem Zeugen gestoppt und von der Polizei kontrolliert.
Karlsburg: Autofahrer flüchtet nach Unfall

Wolgast (ost)
Am Mittwochabend, dem 25.06.2025, gegen 19:30 Uhr wurde der Polizeipräsidium Neubrandenburg Einsatzleitstelle ein Verkehrsunfall auf der Kreuzung der B 109 und der B 111 – Kreuzung „Moeckowberg“ – gemeldet. Ein Motorradfahrer wurde verletzt und ein beteiligter PKW flüchtete.
Ein Augenzeuge konnte nützliche Informationen liefern, wodurch die Polizeibeamten den PKW stoppen und den Fahrer überprüfen konnten.
Ersten Erkenntnissen zufolge fuhr der 25-jährige deutsche Fahrer eines VW Golf auf der B109 von Karlsburg in Richtung Greifswald. Zeugenberichten zufolge fuhr der Golf ohne auf das Rotlicht der Ampel zu achten geradeaus über die Kreuzung. Ein 34-jähriger deutscher Fahrer einer neuen Harley-Davidson fuhr zur gleichen Zeit von links aus Gützkow kommend in Richtung Wolgast auf der B 111 über die Kreuzung. Seine Ampel zeigte grün. Beide Fahrzeuge kollidierten, der Motorradfahrer stürzte und verletzte sich leicht.
Trotz des Verlusts der hinteren Stoßstange und eines platten Reifens setzte der VW-Fahrer seine Fahrt in Richtung Greifswald fort. Ein Zeuge verfolgte den Flüchtenden und konnte den Standort der Polizei mitteilen, so dass die Beamten des Polizeihauptreviers Greifswald den VW Golf schnell stoppen konnten. Bei der folgenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der Unfallfahrer stark betrunken war. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,78 Promille.
Der Motorradfahrer wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus Wolgast gebracht. Der Gesamtschaden wird auf etwa 33.000 Euro geschätzt.
Der PKW-Fahrer wurde durch den Unfall nicht verletzt, wird jedoch wegen mehrerer Straftaten zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Die Kriminalpolizei Wolgast hat Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung, der Gefährdung des Straßenverkehrs und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort aufgenommen.
Im Auftrag
Erik Günther
Polizeihauptkommissar Polizeipräsidium Neubrandenburg Dezernat 1/ Einsatzleitstelle Polizeiführer vom Dienst
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Unfälle aus, was 2,21% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle, nämlich 49.199, waren übrige Sachschadensunfälle, was 88,42% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








